• Das unmagische Amazon Kindle

    by  • 22. Mai 2011 • Nerdstuff • 65 Comments

    Ja, der Akku hält unglaublich lange. Ja, man kann das Display sehr gut auch bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen. Und es ist echt nicht teuer. Damit hat man aber schon mal grob die positiven Seiten des Amazon Kindle erwähnt. Ansonsten enttäuscht es. Sehr.

    Zunächst das Display. Abgesehen von der tollen Lesbarkeit im Sonnenlicht ist es in jeder Beziehung viel schlechter als jedes LCD-Display. Es kann keine Animationen, es kann keine Farbe, es kann nicht mal Hintergrundbeleuchtung. Und selbst Graustufen kann es nur mit viel gutem zureden. Graustufen! Die einzelnen Pixel des Kindle kann man recht leicht erkennen, kein Wunder bei gerade mal 600×800 Pixeln. Durch das Anti-Aliasing der Schrift, also Graustufen an den Rändern um sie glatter erscheinen zu lassen, wirkt die Schrift dazu noch recht verwaschen. Es liest sich nicht schlechter als auf einem normalen Laptop, aber eben auch nicht wirklich besser. Und es ist kein Vergleich zum Retina-Display eines iPhone 4. Dazu ist der Kontrast bei Zimmerhelligkeit sehr mau: Das Hintergrund-Weiß wird zu einem sehr tristen Grün-Grau, das Schwarz der Schrift ist eher Anthrazit. Keine Ahnung, wer jemals auf die Idee kommen konnte, dieses Display sei in irgendeiner Form lesefreundlicher als ein LCD. Bei mir kommt bei diesem Grün-Grau in Grau jedenfalls keine sonderliche Leselaune auf.

    Auch die Bedienung erinnert eher an 1988 als an 2011. Die Steuerung ist kompliziert und bedarf eines längeren Lernprozesses, weil sie in sich unlogisch ist. Das finden des WLAN-Menüeintrags hat mich Einiges an Kopfkratzen gekostet. Die komplizierte Bedienung wird noch verstärkt durch die schlechte Tastatur. Fast alle Tasten sind gleich groß, exakt gleich rund und gleich winzig beschriftet. Egal ob „H“, Shift-Taste, Löschen, Return oder Textoptionen: sie sind alle klitzeklein und schlecht zu bedienen. Das Steuerkreuz zum Navigieren ist hakelig. Auch hier sind die Cursortasten zu klein. Links und rechts vom Gerät befinden sich jeweils zwei Tasten zum Vor- und Zurückblättern. Diese sind, genau wie alle anderen Tasten auch, sehr schlecht platziert. Ich habe bisher noch keine Handhaltung gefunden, in der ich das Gerät bequem halten kann, ohne diese Tasten versehentlich zu berühren, dann aber ohne größere Streckübungen rankomme um umzublättern. Noch schlimmer ist nur die Lock-Taste, mit der man die Tastensperre ein- und ausschaltet. Diese hakt bei meinem Gerät, reagiert nur bei jedem zweiten Versuch und springt öfter mal nicht zurück. Noch dazu ist sie an der unteren Kante des Geräts angebracht, also der Stelle, an der man sie am schlechtesten erreichen kann.

    Außer der wirklich tollen Verpackung wirkt alles an diesem Gerät lieblos, billig, undurchdacht und trist. Irgendwie erinnert es mich an diese Taschencomputer, die einem UPS-Mitarbeiter immer unter die Nase halten, damit man den Empfang bestätigt.

    Auch was die Inhalte angeht, orientiert sich das Gerät konsequent an den 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Es gibt nur Bücher und Zeitungen. Zum Testen habe ich mir mal die aktuelle Ausgabe der Zeit gekauft, oder das, was von der Zeit noch übrig war, nachdem sie durch den Kindle-Fleischwolf gedreht wurde. Der Inhalt sieht aus wie eine Zeitungs-Homepage Mitte der neunziger Jahre: oben das Zeit-Logo, eine Liste mit Kategorien, in jeder Kategorie die Überschriften der Artikel. Keine Gewichtung, keine Anreißertexte, keine Bilder, nichts. Eine reine Bleiwüste. Selbst Videotext wirkt einladend und gut aufgearbeitet im Vergleich dazu.

    Ein Internet findet nicht statt. Es gibt keinen Newsreader, es gibt keine Blogs, es gibt keine Online-Inhalte. Wer eigene Inhalte auf seinem Kindle haben will, kann diese an eine Email Adresse schicken. Irgendwie fallen dafür wohl auch Gebühren an, zumindest über 3G, keine Ahnung, ob WLAN auch kostet, ich jedenfalls bin aus der Gebührenseite nicht schlau geworden. Ein an meine Kindle-Adresse geschicktes A4-PDF wurde vom Kindle ganz einwandfrei als unentzifferbarer Brei dargestellt, ein JPEG Foto sah nach nur kurzer Wartezeit aus wie frisch gefaxt. Bisher ist es mir nicht gelungen eigene Inhalte so auf das Gerät zu bringen, dass sie in ansprechender Form dargestellt werden können. Nicht mal einfache Text-Mails kann das Kindle darstellen, dafür aber wohl RTF- und Word-Dokumente. In diese ausgetrockneten Content-Wüste versuchen Services wie deliverads kleine Nachrichten-Tröpfchen zu bringen.

    Vielleicht ist Amazon dieser Mangel an Onlineinhalten ja ein wenig peinlich, zumindest findet sich unter dem Menüeintrag „Experimental“ ein Webbrowser. Dieser bedient sich ähnlich umständlich und hakelig wie Opera Mini auf einem 50€ Handy. Allerdings verfügt er über einen „Article Mode“, der, ähnlich wie „Readability“ in Safari oder Reeder, die Seite passend für das Gerät aufarbeitet. Wenn man es also einmal zum gewünschten Artikel geschafft hat, kann man ihn mit etwas Glück auch ordentlich lesen. Von einer Lieferung fertig aufbereiteter Artikel zum bequemen Lesen ist diese Lösung aber weit entfernt, zudem kann man Artikel nicht fürs spätere Lesen offline als speichern.

    Darauf soll ich Texte lesen? Ja was denn, bitteschön? Okay, es gibt viele Bücher und eine kleine Hand voll schlecht aufbereiteter Zeitungen fürs Kindle. Den unerschöpflichen Ozean an tollen Informations- und Unterhaltungsquellen im Netz ignoriert das Gerät ohne guten Grund aber komplett. Der Vergleich zum iPad mag ein wenig ungerecht sein, drängt sich aber geradezu auf: Dort gibt es RSS-Reader, Twitter, Facebook, einem kompletten Webbrowser, hunderte von gut aufbereiteten Verlagsangeboten mit Bildern, Videos, Text, interaktiven Grafiken. Nicht zu vergessen all die innovativen Lese-Apps wie Flipboard oder Al Gores „Our Choice“. Und das Kindle App gibt es ja auch für das iPad, aber eben mit Farbe, mit Hintergrundbeleuchtung zum Lesen im Bett, mit größerem Display, mit Nachtmodus.

    Ja, das Kindle taugt ganz gut zum Lesen von Büchern auf dem sonnendurchfluteten Balkon. Wer ein Lese-, Informations- und Unterhaltungsgerät will, sollte aber dennoch lieber ein iPad kaufen.

    65 Responses to Das unmagische Amazon Kindle

    1. 22. Mai 2011 at 16:24

      Zunächst: DER Kindle. Nicht das. Sagt Amazon selbst. (z.B. auf http://www.kindlepost.de)

      Ich habe schon viele Reviews des Kindles gelesen & dieses ist das erste, dass sich kritisch mit dem Kontrast und der Auflösung des Displays auseinandersetzt. Eigentlich sind genau das ja die Pluspunkte des Gerätes. Jetzt werde ich vor dem Kauf doch noch einmal eine längere Probesession einschieben…

      Aber dem eReader, der ein Viertel des iPads kostet, vorzuwerfen, er tauge nur zum Lesen von Büchern? Also genau dazu, wozu er gebaut wurde? Verrückt. Natürlich wird der Kindle nichts für Dich sein, wenn Du keine Bücher liest. Dafür muss man ihn aber auch nicht ausprobieren 😉

    2. TaxiDriver
      22. Mai 2011 at 16:25

      „Ein Internet findet nicht statt. Es gibt keinen Newsreader, es gibt keine Blogs, es gibt keine Online-Inhalte. Wer eigene Inhalte auf seinem Kindle haben will, kann diese an eine Email Adresse schicken. Irgendwie fallen dafür wohl auch Gebühren an, zumindest über 3G, keine Ahnung, ob WLAN auch kostet, ich jedenfalls bin aus der Gebührenseite nicht schlau geworden.“

      „Ja, der Akku hält unglaublich lange, ja man kann das Display sehr gut auch bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen. Und es ist echt nicht teuer. Damit hat man aber schon mal grob die positiven Seiten des Amazon Kindle erwähnt. Ansonsten enttäuscht es. Sehr.“

      Oh und der >eBookReader< hat auch keine 3D-Beschleunigung, kauft kein Katzenfutter und wäscht einem nicht das Auto. Seine Hauptaufgabe (er spielt auch MP3s) scheint er ja zu erfüllen. Oh und ePub kommt …

      6. Setzen.

    3. Wenzel
      22. Mai 2011 at 16:33

      Amazon verlangt 250 Euro pro Gigabyte.

    4. Max Winde
      22. Mai 2011 at 16:40

      @Magnus: ja, ich lese wenig Bücher. Aber wenn ich mehr lesen würde, würde ich mich sicherlich nicht auf die paar, die es auch bei Amazon gibt beschränken wollen. Und der Kontrast ist scheiße, wenn man kein helles Tageslicht hat.

      @TaxiDriver: du hast zwei mal aus meinem Text zitiert. Wolltest du evtl. noch was dazu schreiben?

    5. Max Winde
      22. Mai 2011 at 16:43

      @Magnus: wegen der vs. das Kindle: dann haben sie die das Geschlecht irgendwann mal geändert. Am Anfang haben sie immer von „das Kindle“ geredet.

    6. 22. Mai 2011 at 16:44

      @Max: Stimmt. Das Angebot bei Amazon.de ist umfang- und preistechnisch ein schlechter Scherz. 🙁 Da müssen alternative Quellen her.

      Es ist wohl einfach naheliegend, bis zum nächsten Jahr zu warten und sich ein iPad mit Retina Display zu kaufen. Darauf lesen sollte für so ziemlich alles entschädigen, was den Kindle zurückwirft. Und in den nächsten 11 Monaten kann man dann ja auch ein wenig sparen.

      Zumindest ist das mein Plan 😉

    7. jakob
      22. Mai 2011 at 16:45

      Sicher wäre eine (google-)reader App schön, aber ein gerät für 140 Euro, dass zum Lesen gedacht ist fehlende Vielseitigkeit vorzuwerfen ist schon mutig;)
      Dateitransfer vie wifi kostet natürlcih nichts, ich benutze trotzdem lieber den sync via USB mit Calibre, welches meist anstandslos Epub in mobi konvertiert. Sicher ist das kein Ipad Rivale, aber das Display überzeugt mich zum lesen deutlich mehr, als bspw. das des Ipads, was mit weniger dpi entsprechend unschärfer ist.

    8. 22. Mai 2011 at 16:48

      @Max: Ich habe in der Zeit (also in den 6 Monaten vor der Einführung in DE) bei Amazon in München gearbeitet. Da hat niemand „das“ gesagt, zumindest habe ich niemanden getroffen. Komisch…

    9. Max Winde
      22. Mai 2011 at 16:48

      @jakob: was ist daran mutig, einem Lesegerät vorzuwerfen, dass es dafür keine Leseinhalte wie einen RSS-Reeder gibt? Meinetwegen ja auch gern extern, via API. Aber dergleichen gibt es nicht: kein Instapaper, kein „Read It Later“, nichts.

    10. Max Winde
      22. Mai 2011 at 16:49

      @Magnus: sollte ich jetzt so danebenliegen? Hab zumindest diverse Artikel gefunden, in denen „das Kindle“ gesagt wird.

    11. Tom
      22. Mai 2011 at 16:52

      Hallo,

      „Wer ein Lese-, Informations- und Unterhaltungsgerät will, sollte aber dennoch lieber ein iPad kaufen.“

      du scheinst die Anwendungsfälle von dem Ding nicht kapiert zu haben. Man kauft kein Kindle um im Internet zu surfen. Das Ding existiert um Bücher zu lesen. Bücher! sonst nichts. Das Kindle ist kein Tablet um im Internet zu surfen.

      Ein iPod Nano hat auch lediglich den Zweck, damit man Musik hören kann. Spiele machen auf dem Teil kein spaß. Videos aufnehmen auch nicht. Den Nano müsste man also als Mp3 player und nicht als Unterhaltungsmaschine testen.

      Und obwohl man mit dem IPad Musik abspielen kann, ist es kein MP3 player, dazu ist es zu groß, zu schwer und wird zu schnell leer. Zu teuer ist es auch.

      Also noch mal, es geht um Bücher. Lade dir mal ein Buch runter und lese es. Im Garten, in der U-Bahn und im Urlaub. Schreibe doch dann mal, wie das funktioniert hat. Bei diesen Anwendungsfall kannst du es dann gerne auch mal mit dem IPad vergleichen. Wie ist es mit dem Gewicht? Welches Gerät lässt sich besser halten? Wo kann man länger lesen ohne es aufladen zu müssen? Wie verhält sich das Gerät unter Sonnenlicht?

      Ich habe kein Kindle. Über einen angemessenen kritischen Bericht würde ich mich deshalb umso mehr freuen.

    12. 22. Mai 2011 at 16:56

      @Tom: Die Forderung, einen vernünftigen ReadItLater oder RSS-Leser zu integrieren ist nicht von der Hand zu weisen. Dort geht es auch um längere Fließtexte.

      @Max: Hmn. Also in der aktuellen Kommunikation scheint es auch eher so, als würde man dem Artikel so oft wie möglich aus dem Weg gehen. Nur wenn es sein muss gibt es ein „der“. Das erinnert mich stark an der/die/das Wii. 😉

    13. Ludren
      22. Mai 2011 at 16:58

      Selten so ein unqualifiziertes Review gelesen

    14. Max Winde
      22. Mai 2011 at 17:00

      @Tom: Bücher lesen kann man auf dem iPad deutlich besser, weil es z.B. Tabellen in Fachbüchern vernünftig darstellen kann und Grafiken in Farbe. Für Quelltext ist das Display zu schmal.

      Für Bücher im Allgemeinen ist es also eher ungeeignet. Bleiben noch Subkategorien der Subkategorie: sagen wir mal Romane. Würde ich immer noch das iPad deutlich vorziehen, weil es auch im dunklen und in der U-Bahn vernünftig funktioniert.

    15. Tom
      22. Mai 2011 at 17:09

      @Magnus: Es handelt sich hier nun mal um ein Gerät um Bücher zu lesen. Damit man auch den ganzen Urlaub lang lesen kann ohne aufzuladen, haben sie ein Display benutzt um die Akkulaufzeit zu maximieren. Amazon spricht von 30 Tagen. Klar ReaditLater oder RSS-Reader wären eine schöne Sache. Aber was ist mit RSS und Bildern? Die sehen dann wieder scheisse aus. Also es geht um Bücher, nur um Bücher. Das ist erstmal der Hauptanwendungsfall. Diesen sollte man testen.

      Wie ist den das Display nun unter Sonnenlicht? Ist es so gut wei Amazon behauptet? Wie ist das Bücherangebot? Wie kann man mit Lesezeichen umgehen? Verkratzt das Display leicht? Wie lässt sich damit im Bett lesen? Das sind doch fragen die bei solch einem Gerät interessant sind.

      Max liest vielleicht keine Bücher. Andere brauche vielleicht auf einem E-Reader kein Internet. Nicht bei dem Display. Das habe ich schon auf meinem Telefon.

      Wieso sollte ein E-Reader ein Display haben, welches meinen Akku nach 8 Stunden leer saugt? Das ist doch nervig. Da nehme ich lieber ein aus Papier.

      In jeden Urlaub Kiloweise Bücher mitzunehmen ist aber auch keine Lösung. Besonders wenn man die Bücher nur einmal liest.

    16. Kirsten
      22. Mai 2011 at 17:12

      Ich frage mich, wie man ernsthaft schreiben kann, dass man auf einem iPad besser lesen könne, als auf einem Kindle.
      Wenn man länger auf einem iPad Texte liest, dann fangen relativ schnell an die Augen müde zu werden, sogar weh zu tun. Das ist bei mir so, und auch bei allen meinen Bekannten, die beide Geräte entweder schon mal getestet haben oder selber besitzen.

      Und ganz genau ist die Stärke des Kindle und nur dazu existiert das Gerät, zum lesen von Büchern. Auf keinem anderen Gerät kann man derzeit angenehmer Bücher lesen als auf dem Kindle.

      Ich bin froh, dass der Kindle kein Internet kann. Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann will ich das Buch lesen und nicht nebenbei surfen. Es wäre für mich eher hinderlich, wenn man mit dem Kindle surfen könnte. Nicht nur wegen der Ablenkung, sondern auch deshalb, weil dann das Display nicht so angenehm und schonend für die Augen wäre.

    17. Michael
      22. Mai 2011 at 17:16

      Hallo Max, ich muss ja sagen, dass ich bei deinen Diskussionen mit Tim oft mals auf deiner Seite war, aber deine Aussagen zum Kindle hier finde ich doch sehr einseitig. Für mich (!) macht der Kindle genau das was er soll, nämlich Bücher ersetzen. Richtig, Bücher im Sinne von Belletristik und Sachbüchern. Keine Fachbücher mit aufwändigen Layouts.

      Was macht den Kindle jetzt dem iPad in dieser Einzelbetrachtung besser? Aus meiner Sicht (mal vom Preis abgesehen), folgendes:

      1. Das Display empfinde ich persönlich, als um Klassen weniger ermüdend und Kontrastreicher als das des iPads. Beim iPad kann ich kaum mehr als zehn Seiten lesen ohne dass es mich einfach nervt.

      2. Das Gewicht. Der Kindle wiegt gerade mal 250g, soviel wie ein „normales“ Taschenbuch. Im Gegensatz zum 600g schweren iPad 2, der mir nach einer halben Stunde unangenehm schwer erscheint, eine Wohltat

      3. Der Kindle ist durch das Kunststoffgehäuse irgendwie „gefühlt“ Unempfindlicher im täglichen Umgang. Beim iPad habe ich immer das Gefühl, ein empfindliches technisches Kunstwerk in den Händen zu haben. Allein schon das Ablegen des Alurückens auf einer Glasoberfläche verursacht bei mir Unbehagen. Im Kindle sehe ich dagegen irgendwie einen unempfindlichen Gebrauchsgegenstand, den man mit an den Strand nehmen kann, auch mal einfach so in die Tasche werfen usw.

      Insgesamt hast du vielleicht eine falsche Erwartung an das Gerät gestellt. Für mich war es immer ein eBook Reader, der mir das Bücherschleppen im Urlaub und Platz im Bücherschrank sparen soll. Mir war von Anfang an klar, dass er keine Newsmaschine o.ä. ist.

      Und mir war bewusst, dass ich mich ein für alle mal auf das Angebot von amazon.de festlegen werde, ich mir dafür auch am Strand von Kapstadt mal schnell ein neues Buch shoppen kann, wenn mir der Lesestoff ausgeht…

      Insofern ist der Kindle für mich auch nicht besonders magisch, aber zumindest Zweckmäßig…

    18. Michael
      22. Mai 2011 at 17:20

      @Tom: Das Display ist nicht vergleichbar mit den LCD/TFT Display in aktuellen Tablets/Laptops/Monitoren. Beim ersten Auspacken wollte ich die Werbefolie vom Display abziehen, bis ich gemerkt hab, das das tatsächlich die Darstellung ist. Das Display kommt mir von der Anmutung vor wie Laserdruck auf ganz leicht grauem Umweltpapier…

      Man kann also überall dort lesen, wo man auch ein Buch lesen könnte. Da es keine Hintergrundbeleuchtung hat, aber eben auch dort nicht lesen, wo man auch kein Buch lesen könnte 😉

    19. Pingback: Kindle | futuretune

    20. Ludren
      22. Mai 2011 at 17:25

      Instapaper sendet Artikel an Kindle und für RSS gibt es Kindlefeeder. Funktioniert über 3G (kostenpflichtig) und W-Lan (kostenlos).

    21. Lars
      22. Mai 2011 at 17:27

      Max, Instapaper funktioniert /hervorragend/ mit dem Kindle. Du kannst dir täglich (und zusätzlich jederzeit manuell) eine Zusammenstellung der 20 neusten Artikel deiner Instapaper-Liste kostenlos an deine Kindle-WiFi-Adresse schicken lassen. Als Instapaper-Subscriber gibts auch noch ein Send-To-Kindle-Bookmarklet für den Direktversand aufs Gerät oben drauf. Andernfalls böte sich z.B. klip.me als Alternative für den Direktversand an.

      Der Empfang der Dokumente auf der @free.kindle.com ist kostenlos, findet aber nur im WiFi statt. Bist du im 3G, wenn das Dokument kommt, bekommst du lediglich eine Benachrichtigung aufs Gerät.

      Darüber hinaus finde ich die iPad- und LCD-Vergleiche auch eher unpassend. Der Kindle ist kein „Lese-, Informations- und Unterhaltungsgerät“ und wer ihn dir als solchen verkauft hat, hat dich betrogen. Der Kindle ist ein Lesegerät. Punkt.

      Das Fehlen der Hintergrundbeleuchtung ist übrigens gerade das, was das Lesen auf Dauer viel angenehmer macht.

    22. 22. Mai 2011 at 17:31

      Ich bin mir ziemlich sicher das es „Der Kindle“ heißen muss. Es heißt ja auch „Der E-Book Reader“. Das sagt der Duden: http://www.duden.de/rechtschreibung/E_Book_Reader

    23. 22. Mai 2011 at 17:35

      Nur kurz zwei Tipa aus der Praxis, mit denen max vielleicht doch noch Spass an seinem Kindle bekommt:

      Instapaper hat eine Funktion, mit der du jeden Tag deine 20 letzten Texte kindlegerecht aufbereitet zugeschickt bekommst. Im WLAN kostenfrei.

      Die ebook-Verwaltungssoftware „calibre“ ist potthässlich, bietet aber die Möglichkeit, allerlei Onlineangebote, etwa von der BrandEins, der taz oder SZ, an deinem lokalen Computer herunterzuladen und automatisch aufzubereiten und an dem Kindle zu schicken.

      (Sitze gerade im Zug mit Kindle und iPad und nutze den Kindle zum Romanlesen.)

    24. Max Winde
      22. Mai 2011 at 21:25

      @Lars Was ist daran gut keine Hintergrundbeleuchtung zu haben?

    25. Max Winde
      22. Mai 2011 at 21:31

      @Aaron: Aber Kindle kommt ja gar nicht von der Ebook-Reader sondern von das Buchlesegerät.

    26. Tom
      23. Mai 2011 at 05:36

      @Max: Sie versprechen, dass du das Teil einen Monat nicht aufladen musst. Deshalb darf es keine Hintergrundgeleuchtung haben.

      Aus dem gleichen Grund werden die neuen Macbooks ohne Flash ausgeliefert.

    27. Heimi
      23. Mai 2011 at 06:29

      Ich find das Review hier echt lustig. Und das Kommentare erst.

      Mein Vater versteht nicht wieso ich Macs kaufe. Er schwört auf Windows Rechner. Findet Macs zu teuer, überflüssig und das Steve Jobs ist sowieso evil.

      Wenn das einen Mac Review schreiben würde, das würde sich genauso lesen wie dieser Artikel und genauso kontrovers diskutiert werden.

      Das Heimi aus Köln

    28. Max Winde
      23. Mai 2011 at 08:18

      @Tom: Flash wird nicht wegen Akkulaufzeit ausgeliefert, sondern weil Apple keine potentiell unsichere Dritthersteller-Software auf seinen Rechnern ausliefern will. Das MacBook Akku hält auch noch lange durch, wenn man Flash installiert hat. Es mag ja ganz toll sein, wenn ein Akku einen Monat durchhält, aber wenn ich dafür ein Gerät habe, das ich nicht mehr nutzen kann, sobald es dunkel wird, finde ich das schon einer Erwähnung würdig.

      (Abgesehen davon, dass Amazon natürlich eine Hintergrundbeleuchtung einbauen könnte, die man einfach optional ab- oder anschalten kann.)

    29. 23. Mai 2011 at 08:52

      Es kostet wirklich 250€, wenn ich mir 1 GB auf den Kindle schicke.
      Zweihundertfünfzig Euro.
      Bei allem Respekt, aber ich glaube, es hackt?

    30. Max Winde
      23. Mai 2011 at 09:05

      @Sven: mindestens 250€! Wobei ich das ehrlich gesagt kein bisschen Schlimm finde.
      1. Die Übertragung übers WLAN ist kostenlos, auch wenn das nirgendwo so explizit steht.
      2. Man wird niemals in die Verlegenheit komme, so große Datenmengen per Mail an das Gerät zu schicken.
      3. Man ist ja von den Telkos durchaus schlimmeres gewohnt. Das ist schließlich ein Gerät, dass in sehr vielen Ländern ohne Grundgebühr Datenübertragung kann.
      4. Große Datenmengen wie mp3 bekommt man eh nur via USB drauf.

    31. 23. Mai 2011 at 17:13

      Hm, ist der Text jetzt wirklich erst gemeint oder ist es Satire?

      Und ja, meine Frage meine ich auch ernst.
      Gruß
      Karl

    32. Max Winde
      23. Mai 2011 at 17:25

      Ernst gemeint.

    33. Fredde
      23. Mai 2011 at 17:37

      Du hast das Kindle einfach *nicht* verstanden. Geschweige den eins in der Hand gehabt.

    34. Max Winde
      23. Mai 2011 at 19:01

      @Freede: du hat es nicht verstanden und hattest noch keins in er Hand.

    35. 23. Mai 2011 at 20:47

      „sondern weil Apple keine potentiell unsichere Dritthersteller-Software auf seinen Rechnern ausliefern will.“

      Hahaha, der ist gut. Aber die Katastrophe die sich iTunes nennt als Voraussetzung dafuer haben dass man den ganzen iKrams ueberhaupt benutzen kann, auch auf Windows?

    36. Dirk Abe
      23. Mai 2011 at 20:54

      Satire?
      Wer vergleicht den bitte sehr ein Kindle mit dem iPad?

    37. Max Winde
      23. Mai 2011 at 21:04

      @Dirk: ich und etwa 10.000.600 weitere Menschen.

    38. Dirk Abe
      23. Mai 2011 at 21:43

      @Max
      Die beiden Geräte mit einander zu Vergleichen, bedeutet nicht sie mit einander zu verwechseln.

      Der erste Link aus deiner Google-Suche ist bei mir der:
      http://meedia.de/internet/kindle-vs-ipad-welches-geraet-fuer-wen/2011/04/21.html

      Da werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte aufgelistet und klargestellt welches Gerät für welchen Anwendungszweck taugt:

      „Fazit

      Natürlich gibt es im Duell iPad vs. Kindle keinen eindeutigen Sieger oder Verlierer. Beide Geräte sind völlig unterschiedlich und sprechen unterschiedliche Nutzertypen an. Viel-Leser dürfen ohne nachzudenken zum Kindle greifen. Das Gerät ist fürs Lesen konzipiert und hier kann das iPad dem Kindle nicht das Wasser reichen. Nur um E-Books zu lesen, wird sich wohl niemand ein iPad anschaffen. Umgekehrt gilt: Wer nur wenige elektronische Bücher lesen möchte und nach einem Gerät sucht, mit dem man Gelegenheits-Spiele, Videos, Internet-Seiten und Musik auf dem Sofa konsumieren kann, der macht mit dem iPad nichts falsch. Dass das Gerät dann zusätzlich noch E-Books anzeigen kann, ist eine nette Zugabe, sollte aber niemals der Kaufgrund sein.“

      Und so geht das mit den anderen Links deiner Suchanfrage weiter:
      Alle (zumind. die ersten paar, die ich gelesen habe) stellen mehr oder weniger objektiv klar wofür die beiden Geräte konzipiert wurden und wie sie diese Aufgabe erfüllen.

      Du hingegen kannst Dich gerade mal auf den letzten beiden Sätzen zu der Erkenntnis durchringen, das wir es hier mit zwei verschiedenen Geräte für zwei verschiedene Anwendungsfälle zu tun haben.
      Dein Artikel ist in meinen Augen ein subjektiver Kindle-Zerriss.
      Daran ändert auch deine hartnäckige Verteidigung in den Kommentaren nichts.

      Und auf die schon öfter gestellte Frage: Was macht man mit einem Kindle wenn es dunkel wir?
      Das selbe was man mit einem Buch macht: Man schaltet das Licht an.

    39. Max Winde
      24. Mai 2011 at 06:30

      Ich vergleich überhaupt erst in der zweite Hälfte des letzten Absatzes das iPad mit dem Kindle und sage vorweg, dass der Vergleich ungerecht ist. Ausserdem vergleiche ich die beiden Geräte nur auf der Ebene: was taugen sie zum Lesen.

      Und natürlich ist der Artikel ein subjektiver Kindle verriss, weil das/der Kindle ein subjektiv sehr enttäuschendes Gerät ist. Und dann beschreibe ich ausführlich warum (und könnte noch lange so weitermachen, weil die Software genauso so lieblos zusammengewürfelter Dreck ist wie die Software)

      Wenn ich bei einem Gerät zum Lesen das Licht anmachen muss oder überhaupt erst spezielle Leselampen installieren muss, während das andere Gerät eine Bildschirmbeleuchtung eingebaut hat, die exakt nur den Bildschirm perfekt ausleuchtet. Und da soll ich nicht schreiben dürfen: „das mit Hintergrundbeleuchtung ist besser“?

    40. ostbernd
      24. Mai 2011 at 08:30

      Hieße das Gerät „iKindle“ hättest du nicht so einen Verriss geschrieben. Subjektivität mal außen vor, aber das ist doch unsachlicher Murks den du da von dir gibst!

    41. Pingback: Amazon aktiv: Zwei neue Android-Tablets | Techoblog

    42. Timm
      25. Mai 2011 at 06:31

      Das einzige was man mit einem Kindle macht, ist: man liest Bücher, Romane und Sachbücher. Jene Bücher, die Millionen von Menschen täglich kaufen und lesen. Es geht nicht um Fachbücher mit aufwendigen Grafiken, Tabellen oder Farbdruck. Es geht um Romane und Sachbücher. Wenn man sich das einmal klar gemacht hat, ist es absurd den Kindle mit dem iPod zu vergleichen. Eben weil das Display des Kindle nicht beleuchtet ist und genauso aussieht wie bedrucktes Papier, ist es der perfekte Ersatz für Bücher. Besser geht es doch gar nicht.
      Es kommt durchaus mal vor, dass ich ein paar Stunden am Stück einen spannenden Roman lese. Das geht nur mit dem Kindle, weil ich dort nicht auf ein strahlendes Display starren und mehr als ein halbes Kilo in der Hand tragen muss. Zudem bekomme ich keinen lahmen Arm vom Scrollen.

    43. Max Winde
      25. Mai 2011 at 07:59

      @Timm Aha, wusste ich nicht, dass man auf dem Kindle nur Romane und Sachbücher zu lesen hat. Wäre nett, wenn Amazon das irgendwo hinschreiben würde, die behaupten nämlich versehentlich es handle sich um ein Lesegerät und nicht nur um eine Lesegerät für die Unterkategorie der Unterkategorie der Unterkategorie von Texten.

      Den vergleich zwischen iPad und Kindle mache ich übrigens, wie du vielleicht siehst, nur im allerletzten Absatz. Davor erwähne ich z.B. die schlechte Software, die man nicht ohne Handbuch verstehen kann (aber selbstverständlich nicht mit dem Kindle Handbuch, weil das ja erst geladen wird, nachdem man das Ding mit dem WLAN verbunden hat).

      Die Tastenanordnung: wäre es denn so wahnsinnig viel verlangt gewesen, wenigstens die blättern Tasten so anzubringen, dass man sie ohne ständiges Umgreifen erreichen kann?

      Und natürlich geht es besser als Bücher: Bücher haben keine Hintergrundbeleuchtung, es ist also tendenziell sehr anstrengend davon zu lesen. Um überhaupt darauf lesen zu können, muss man eine separate Lichtquelle installieren. Man kann nicht abends draußen auf einem Kindle lesen. Man kann nicht unter der Decke auf einem Kindle lesen. Alles Dinge, die sehr wohl besser gehen als auf einem Buch.

      Und man kann sein iPad übrigens sehr bequem auf den Beinen ablegen, exakt so, wie man es auch mit einem Kindle macht.

    44. 27. Mai 2011 at 14:11

      Ich schließe mich hier mal allen Meinungen an, die Maxs Kritik für arg subjektiv halten; es ist für mich das typische Blogger-Fail: Besonders pointiert eine Meinung raushauen und nicht abwägen. Schade, höre mobilemacs sehr gerne.
      Ich habe beides: iPad und Kindle. Entweder oder ist in der Diskussion generell der falsche Ansatz.
      Längere Bücher kann ich nur auf dem Kindle lesen, gerade weil keine Hintergrundbeleuchtung; wenn ich Licht auf das Kindle im Bett werfe, dann ermüden meine Augen um einiges weniger als beim iPad.
      Außerdem: Man kann auf dem Kindle im Dunkeln UND im Hellen lesen, mit dem iPad kann man im Hellen gar nicht lesen. Der Kontrast ist nicht enttäuschend, sondern der beste im ganzen E-Book-Reader-Feld. Im Vergleich zu den Sonys eine andere Liga.
      Zuguterletzt bin ich wirklich froh, gezielt den Kindle zu nehmen, gerade weil keine Mail und kein RSS-Feed abzurufen ist. Ich will mich auf das Buch konzentrieren und das bekomme ich geliefert. Das ist das, was Amazon verkaufen will. Darüber hinaus ist E-Ink mit der Entwicklung nicht am Ende und wird schärfer und kontrastreicher. Dem iPad sieht man die Unschärfe im Vergl. zu Retina ja auch an.
      Irgendwie wirkt der Vergleich wie der Wunsch, nach Autokauf im Wagen wie in einem Zug einen Kaffee serviert zu bekommen.

    45. Pingback: Digital Media Women » Elektrisch Lesen

    46. Schnartz
      28. Mai 2011 at 13:56

      Sorry Max, du hast es nicht geschnallt. Viel Spaß noch mit WebM 😉

    47. Tom
      29. Mai 2011 at 13:36

      @Damian: Super Beitrag. So hätte ich es auch gerne formuliert. Manchmal ist es schwierig jemanden der etwas nicht verstehen will etwas zu erklären.

      Mich hat dieser Blog Beitrag auch verwundert. Sonst ist ja Max meist differenziert.

    48. Steve Jobs
      30. Mai 2011 at 10:07

      Lauschet dem Jünger,
      wie er da meine Kreation in höchsten Tönen lobet,
      der da vergleichet Äpfel mit Ebook-Readern.

      Im Ernst: Das Teil ist ein Ebook-Reader. Damit liest man Ebooks. Alles andere ist eben experimental und unwesentlich.
      Lad dir Calibre runter, damit kannst du pdf ganz leicht zu mobi umwandeln, was ein Ebook-Format ist.

      Wenn du hingegen Steve Jobs im Gay-Chat deine Liebe gestehen und auf Twitter davon berichten willst, kauf dir doch dein glänzendes, fingerverschmiertes iPad 9 für 2000 Euro, das vermutlich schon nächstes Jahr rauskommt.

      Und jetzt geh Angry Birds spielen, Bücher lesen ist doch eh voll langweilig.

    49. Ludren
      31. Mai 2011 at 08:27

      @Max

      „Die Tastenanordnung: wäre es denn so wahnsinnig viel verlangt gewesen, wenigstens die blättern Tasten so anzubringen, dass man sie ohne ständiges Umgreifen erreichen kann?“

      Verstehe nicht was du für Hände hast, wenn ich das Gerät in die Hand nehme (egal in welche) liegt mein Daumen ganz natürlich auf der Vorwärts Taste. Kann umblättern ohne dass ich eine zweite Hand für lächerliche streich Gesten brauche

    50. Max Winde
      31. Mai 2011 at 18:27

      @Ludren: ich halte das/den Kindle ungefähr so: http://db.tt/Yhj5zAh Wenn ich den Daumen so weit verschiebe, dass er auf der Taste liegen würde, könnte ich das Ding nicht mehr mit genug Druck halten, ohne, dass ich das Gefühl hätte, es würde mir gleich aus der Hand fallen. Ich habs auch mehreren Leuten in die Hand gedrückt, wie sie es halten, ob ich mich eventuell nur zu doof anstelle, die hatten aber alle das gleiche Problem. Wie hältst du es?

    51. Heimi
      31. Mai 2011 at 22:31

      Also ich halte es so
      http://www.dropbox.com/gallery/5813/1/2011.05%20Kindle%20halten?h=9593d3
      Wobei ich eigentlich meist – wie bei einem Papierbuch – zwei Hände nehme. Ich brauche beim Lesen keine zweite Hand (weil youporn ja eh nicht im eingebauten Browser läuft)
      Zur Not geht es auch mit einer Hand, ich denke man kann das auf den Bildern erkennen. Dann stütze ich es unten mit einem Finger ab.
      Ich finde es eigentlich sehr angenehm so zu lesen, wobei die Lederhülle mit der Beleuchung da sicher auch sehr zu beiträgt. Ohne Hülle ist das sicher schwieriger, aber ich würde auch mein iPad nie ohne Hülle benutzen. Das wäre mir auch zu rutschig.

    52. Pingback: mobileMacs » MM066 Control Shift Eject

    53. Ludren
      2. Juni 2011 at 02:10

      @Max: Halte ihn wie Heimi am dritten Bild, Daumen auf der Taste. Der Druckpunkt ist gut gewählt und verhindert versehentliches umblättern

    54. Boris
      3. Juni 2011 at 12:30

      Ich hatte noch kein Kindle in der Hand. (jetzt dürfen einige direkt zum nächsten Kommentar gehen :D)

      Ich verstehe Max aber ganz gut.
      Rein von den Bildern her: Alle Tasten identisch? Bitte, Shift, Return und so hätte man schon länglich machen dürfen, oder? Ich meine, entweder man benötigt die Tastatur nicht wirklich – dann weg damit, oder man braucht sie – dann aber bitte richtig. Oder nicht?

      Und Max schreibt doch, dass das Gerät zum lesen gemacht und gedacht ist. Zunächst kein Wort von einem Vergleich. Er schreibt, dass der Kontrast nicht wie erwartet ist (Dunkelgrau auf hellgrau/grün), Graustufen nur mäßig sind und die Ergonomie der Tastenanordnung nicht passt.

      Nach Videos, die ich gesehen habe, würde ich noch den trägen Bildaufbau hinzunehmen. Klar, so funktioniert nun mal E-Paper. Es sind nur schwarz/weiße Kügelchen, da kann man keine Wunder erwarten. Aber gut lesen möchte man ja schon – auch etwas Spaß dabei möchte man haben. Ich lese auch lieber von weißem Papier als von grauem.

      Was mir bei diesen Dingern fehlt (auch bei den iPad-Lösungen): Schnell mal ein paar Seiten zurück/vor blättern. Wer war noch gleich dieser „Name einer Figur“? Hatte der nicht vor zwei Kapiteln gerade… etc.
      Bei Fachbüchern häufig einfach mal zwischen einer Grafik und einem Text wechseln (einen Stapel Seiten zurück und wieder vor). Irgendwie alles nicht so möglich oder zu umständlich/langsam.

      Nur den Punkt mit der Hintergrundbeleuchtung. Ich meine, Max, komm – Das wusste man doch vorher und das gehört zum Konzept eben dieses Gerätes 🙂 Legitim diesen Punkt zu vergleichen um fest zu stellen, was man persönlich lieber mag. Ich denke ohne Hintergrundbeleuchtung ist schon OK – wenn der Kontrast wie bei einem gedruckten Buch wäre, dann auch bei weniger Licht in Innenräumen.

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    56. Deerhunter
      4. Juni 2011 at 15:18

      Das Kindle ist ein eBook-Reader. Du hast Dich offensichtlich in der Gerätegattung vergriffen. Kann ja mal passieren – aber dann sollte man das nicht auch noch so dokumentieren.

    57. Max Winde
      5. Juni 2011 at 10:59

      @Deerhunter und weil es ein eBook-Reader ist, muss die Usability eine katastrophe sein, darf das umblättern nicht gut gehen, sollte das Display nach Möglichkeit im Dunkeln nicht lesbar sein und darf man um Himmels Willen bloß keine Inhalte drauf bekommen, die es nicht bei Amazon gibt?

    58. Pingback: Amazons Kindle 3 « Simon Koelsch

    59. Nelson
      19. Juni 2011 at 11:59

      Das ist nun mal ein E-Book Reader, d.h. dafür gedacht mehrere 100 Seiten zu lesen und nicht irgendwo zu surfen oder Filme in HD abzuspielen. Und diese Aufgabe erfüllt der Kindle einwandfrei! Man kann ohne Probleme viele Bücher mitnehmen, wochenlang ohne den Akku aufzuladen auskommen und lange lesen ohne Augenprobleme. Angebot von Zeitungen könnte besser sein, aber das liegt am Ende an den Verlagen. Die FAZ ist momentan ganz gut vom Inhalt und hier vor allem platzsparend… 😉

      Sicher gibt es noch Punkte für Verbesserungen, aber bitte keinen Reader mit einen Tablet oder Netbook vergleichen!
      Schon gar nicht mit dem Display, das ist eine völlig andere Technik für eine anderen Anwendungsbereich. Ebenso kann ich keinen Blu-Ray Player mit einen PC vergleichen…

      Wer sich auf den Monitor machmal paar hundert Seiten von PDF-Dokumenten durchlesen !muss!, der weiß dass augenschonend was anderes ist… Paar hundert Seiten auf dem Kindle (mobi) kein Problem!

      Kritikpunkt für mich wenn überhaupt:
      – DRM (allerdings zum !kleinen! Teil zu verstehen, wenn keiner mehr was für Musik oder sonstige Inhalte bezahlen will)
      – Buchpreisbindung in Deutschland (hat neg. Auswirkungen auf die Preise der E-books)
      – Graustufen-Display, aber an Farbe E-Ink wird ja gearbeitet (zum lesen von Romane o.k., sind eh kaum Bilder enthalten- auch im gedruckten Buck)

      In Zukunft bitte mehr Objektivität und vorher überdenken was man da überhaupt bewertet und vergleicht….

    60. Hans
      27. Juni 2011 at 13:23

      @Max Winde
      Nein, bei einem E-Book Reader sollte das Display nicht leuchten. Das ist ja gerade das Gute daran.

      Der Autor dieses Beitrages hat die Zielsetzung des Kindels eindeutig nicht erfasst.

    61. Zipf
      29. Juni 2011 at 21:30

      Ich besitze das Ding jetzt seit vier Monaten (in USA bestelllt) und bin einfach begeistert. Wenn man sich mal eine halbe Stunde Zeit für den Kindle nimmt um ihn zu verstehen ist es ein Kinderspiel ihn zu nutzen. Mittlerweile nutze ich ihn sehr oft, besonders auf Reisen. Das beruflich gnutzte I-Pad ist auch was feines, der Kindle ist zum lesen von Büchern aber für mich die deulich bessere Lösung. Nichts anderes als ein book-reader will/soll er ja auch sein. Die Auswahl bei Amazon.de für deutsche Bücher ist allerdings schrecklich unübersichtlich.
      Grüße Zipf

    62. 20. August 2011 at 12:46

      Das sehe ich auch so. Finde es ebenso schade, dass wir nicht Blogs abonnieren können, wie es in den USA schon seit Jahren möglich ist. Da bleibt nur zu wünschen, dass Amazon in Deutschland bessere Verträge mit den Mobilfunkanbietern verhandelt, damit sie sich nicht mehr scheuen das Web insgesamt freizugeben.

    63. Jakob
      21. August 2011 at 12:20

      Leider kritisiert dieser Bericht grösstenteils am Ziel vorbei.
      Es handelt sich hier um einen Reader und nicht um einen Surfgerät.

    64. Pingback: MM066 Control Shift Eject | mobileMacs

    65. caruso
      13. September 2011 at 12:10

      Also ich finde den Kindle wunderbar und kaufe mir keine Papierbücher mehr.

      Er ist kein PC und kein Smartphone etc., sondern eben ein e-book- reader zum Lesen von Büchern und dafür ist er super geeignet.

      Vorteile:

      – keine schweren Bücher mehr halten und herumtragen müssen
      – immer alle Bücher dabei haben
      – keine Büchertasche mehr für den Urlaub nötig
      – keine Platzprobleme zu Hause mehr
      – der Akku reicht 1 Woche auch bei Vielnutzung
      – das Gerät ist puppenleicht zu bedienen, absolut auch für Nicht- PC- Freaks gemacht

      Nachteil:

      – der einzige ! : bei Sachbüchern oder Biographien gibt es zwar die Fotos aus dem Buch zu sehen, aber eben nur schwarz- weiß

      Dass man für den Kindle nur bei amazon einkaufen kann, finde ich nicht schlimm. Ich weiß auch gar nicht, ob das bei Thalia etc. anders ist.

      Mein Fazit als absoluter Bücherfan und Vielleserin ist, dass ich nur mit dem Kindle lesen möchte. Es ist viel schöner und die Mobilität wiegt alles auf.

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