• Liebe Raucher, Ihr stinkt!

    by  • 5. Juli 2010 • Uncategorized • 248 Comments

    In den letzten Tagen gab es einige verwirrte Blogposts, in denen der Eindruck erweckt wurde, es gebe eine Verschwörung der Nichtraucher, alle Raucher zum gesunden Lebenswandel zu zwingen. Ich versichere euch, dies ist nicht der Fall. Uns ist total egal, welchen gefährlichen Hobbies ihr in eurer Freizeit nachgeht, sei es Kippendrehen oder Drachenfliegen.

    Auch erkennen wir durchaus euren aktiven Kampf für das Recht auf die Zerstörung des eigenen Körpers an. Wir haben nur einzuwenden, dass diese Zerstörung durch z.B. das Rammen eines Nagels in den eigenen Augapfel wesentlich effizienter, kostengünstiger und, nun ja, glaubwürdiger ausgeführt werden könnte.

    Wir verstehen auch eure Furcht, dass Raucher an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden könnten, sehen aber keinen Anlass für diese Angst, in einem Land, in dem ich rund um die Uhr an jedem Ort problemlos und praktisch ohne Hürden Zigaretten in beliebiger Menge kaufen kann.

    Auch finden wir es putzig, wenn ihr euer Rauchen als Rebellion gegen das Establishment verkaufen wollt, kommen aber nicht umhin zu bemäkeln, dass andere Rebellionen doch etwas — nun ja — rebellischer daherkamen.

    Auch finden wir euren Kampf für die Freiheit, jederzeit und überall alles vollstinken zu können durchaus beachtlich, müssen allerdings auch einschränkend anmerken, dass auch ihr nicht wollt, dass jeder jederzeit alles vollstinken darf, indem er vor den Tresen scheißt.

    Liebe Raucher, der einzige Grund, warum wir euch eure Glimmstängelchen wegnehmen wollen, und das hat euch vermutlich noch niemand gesagt weil es als unhöflich gilt:
    Ihr stinkt!

    Wenn ich abends in eine Kneipe gehe, dann stinken danach meine Haare, meine Haut, meine Kleidung. Mein Kopfkissen wird am nächsten morgen stinken, mein Schädel wird noch den ganzen Tag brummen, alles nur wegen eurer Kippen. Ich weiß, ihr glaubt, ich würde übertreiben, weil ihr es selbst nicht riecht, weil euer Geruchssinn durch das Rauchen so im Arsch ist (anders würdet ihr das auch kaum aushalten) und weil ihr die Kopfschmerzen für normal haltet, weil ihr sie jeden Tag habt, weil ihr ja jeden Tag raucht.

    Liebe Raucher, hört auf mit „Geht doch in Nichtraucherkneipen“! Diese gibt es nämlich nicht. Mir ist in Berlin nicht eine Kneipe bekannt, in der man nur einfach ein Bierchen trinken kann, ohne dass dort auch geraucht oder gegessen würde. Jede Kneipe stinkt nach Kippen oder nach Fett.

    Liebe Raucher, und jetzt kommt uns nicht mit mangelnder Toleranz. Unsere Toleranz euch gegenüber ist sehr groß: Wenn ihr euch in der U-Bahn neben uns setzt, den letzten Zigarettenzug noch in der Lunge. Wenn ihr mit uns redet, jedes Wort stinkend wie ein Aschenbecher. Wenn ihr am Arbeitsplatz eine Sonderpause bekommt, nur weil ihr rauchen wollt.

    Liebe Raucher, ihr regt euch auf weil ihr in einem Restaurant zum Rauchen mal kurz raus müsst? Weil gegen euren Willen auch eure Luft besser wird, auch euer Essen besser schmeckt, auch ihr am nächsten morgen weniger Kopfschmerzen habt? Ihr regt euch auf, weil wir von euch genug Rücksichtnahme einfordern, um nicht mehr vollgequalmt zu werden?

    Liebe Raucher, habt ihr sonst nichts zum Aufregen?

    248 Responses to Liebe Raucher, Ihr stinkt!

    1. Nobody...
      5. Juli 2010 at 08:21

      Zwei Daumen hoch 🙂

    2. Joesef
      5. Juli 2010 at 08:30

      Naja, in Restaurants kann ich es verstehen, aber in einer Kneipe gehört geraucht. Ach und das mit den Kopfschmerzen ist nunmal nicht so wie du es beschreibst… Etwas sehr überzogen der Text. Ich werde jetzt auch erstmal eine Sonderpause einlegen und eine rauchen…

    3. Christoph
      5. Juli 2010 at 08:33

      Danke!

    4. Goddarn
      5. Juli 2010 at 08:33

      Passend dazu das Lied „Raucher stinken“ von Sebastian Krämer
      http://www.myvideo.de/watch/2496330/Sebastian_Kraemer_Raucher_stinken

    5. 5. Juli 2010 at 08:37

      So als Hannoveraner vergisst man manchmal das es in einigen Regionen unserer Republik noch solche Zustände gibt. Unvorstellbar mittlerweile, kann mich gar nicht mehr dran erinnern wann ich das letzte Mal jemanden in einer Kneipe oder Restaurant rauchen gesehen habe.

    6. 5. Juli 2010 at 08:37

      Großartig, Du sprichst mir aus der Seele. Treffender hätte ich es nicht formulieren können. Danke für dieses bewundernswerte Stück moderner, deutscher Literatur!

      Gruß
      Roland

      P.S.: Diesen Kommentar habe ich frei von jeglicher Ironie verfasst. Ich meine jedes Wort exakt so, wie es geschrieben steht!

    7. 5. Juli 2010 at 08:39

      „Mir ist in Berlin nicht eine Kneipe bekannt, in der man nur einfach ein Bierchen trinken kann, ohne dass dort auch geraucht oder gegessen würde. Jede Kneipe stinkt nach Kippen oder nach Fett.“
      Ist das nicht ein klein wenig übertrieben? Zugegeben, in fast allen Nichtraucherkneipen kann man sich was zu essen bestellen, aber das die deshalb „alle“ nach Fett stinken, stimmt schlicht und einfach nicht.
      Felsenkeller, Hägeles Antiqua, die beiden Glühwürmer in Friedenau, das Blarney Pub (Ha! Hier gibt es nix zu essen!) in der Methfesselstr. fallen mir adhoc ein, ohne groß nachzudenken. Offengestanden fallen mir in Berlin nur typische Imbisse ein, in denen es nach Fett riecht.

    8. ml
      5. Juli 2010 at 08:39

      Viel Spaß in den Kneipen, in denen du in Zukunft nur noch ranziges Fett, Schweiß und die Bierausdünstungen riechen wirst. Und nach Ihnen riechen wirst. Zum Thema Nichtraucherkneipe: hier in LE gab und gibt es zwei. Sie sind immer (naja, meist, es gibt Familien- mit Kindnachmittage) leer. Also leer. Selbst die Tische vor der Kneipe, an denen selbstredend auch nicht geraucht werden darf – leer.

    9. 5. Juli 2010 at 08:43

      Wie schlimm das Rauchen war, merkt man erst, wenn (wie in NRW) ein ganzer Teil der früher verqualmten Restaurants, Kneipen und Cafes rauchfrei sind. Tschuldigung, aber da will selbst ein spürbarer Teil der Raucher nicht wieder zurück in die alte Zeit, wo jeder qualmen konnte wie er will.

    10. 5. Juli 2010 at 08:46

      1. Die Kopfschmerzen kenn ich auch, nennt man Nikotinkater und ist beileibe keine Übertreibung.
      2. Das ärgerlichste Problem ist ja, dass es offenbar nicht anders als mit Verboten geht. Nachdem man die Idee mit dem raucherclubs hatte, war die kurze Zeit, in der man als Nichtraucher abends weggehen konnte nämlich auch schon wieder vorbei, denn es gibt _nur_ noch Raucherclubs.
      3. Und das liegt – noch ärgerlicher – m.E. nicht einmal an der Mehrheit der Raucher, die sich nämlich sehr wohl ordentlich benehmen, Rücksicht nehmen und auch gut finden, dass auch ihre Nichtraucherfreunde mal wieder mit in die Kneipe gehen. Meinen rauchenden Freunden ist das nämlich sehr wohl aufgefallen, dass ich nicht mehr in Kneipen gehe. Aus den in obigem Artikel genannten Gründen.

    11. Björn
      5. Juli 2010 at 08:47

      Nichts für ungut, aber die militanten Nichtraucher sind mindestens genauso schlimm wie selbige Raucher. Du magst sicher recht haben aus deiner Sichtweise, aber wenn man das Gefühl zu rauchen nicht kennt (@holadiho hat es – zwar überspitzt, aber – gut beschrieben), sollte man auch diffiziler unterscheiden. Ich maße mir auch nicht an, über Apple zu bashen; weil ich keines ihrer Produkte besitze.

    12. Max Winde
      5. Juli 2010 at 08:47

      @Chris: ja, ist etwas zugespitzt. Punkt ist aber: ich kenne keine Kneipe (und du nur eine) die frewillig ohne gesetzlichen Zwang eine Nichtraucherkneipe ist.

    13. 5. Juli 2010 at 08:49

      Das gefällt mir. Wunderbar.

      (Du wirst ja noch auf Deine alten Tage ein richtiger Blogger.)

    14. 5. Juli 2010 at 08:50

      „Jede Kneipe stinkt nach Kippen oder nach Fett.“
      Tja, und auf dem Land stinkt es nach Mist und muhen die Kühe, ohne die Mittagsruhe einzuhalten.

      Warum gibt es wohl keine Nichtraucherkneipen? Ich nehme an, weil keine nennenswerte Nachfrage besteht. Das nennt man übrigens Marktwirtschaft.

    15. Max Winde
      5. Juli 2010 at 08:50

      @Björn: wieso bin ich militant? Und wie kommst du auf die Idee, ich würde das Gefühl nicht kennen? Ich habe 10 Jahre lang viel geraucht und kenne das Gefühl sehr gut. Es ist eine Sucht, die man sich auf unterschiedlichste Arten (u.a. wie bei holadiho) schönreden kann.

    16. ad
      5. Juli 2010 at 08:51

      Klasse Artikel!

    17. Max Winde
      5. Juli 2010 at 08:52

      @Thorstena Genau. Und wenn die Marktwirtschaft nicht funktioniert dann korriegiert man sie mit Gesetzen. Das nennt man übrigens Demokratie.

    18. Teo
      5. Juli 2010 at 08:53

      Restaurants und Cafès gehören in jedem Fall rauchfrei. Beim Essen geht Rauchen nunmal gar nicht. Die Krux mit der freien Wahl des Wirts, ob er seine Kneipe rauchfrei macht oder nicht, ist, dass die Raucher einfach in die anderen Kneipen abwandern. Das ist schlecht für’s Geschäft und verzerrt in gewisser Hinsicht auch den Wettbewerb. Wenn es überall verboten ist, zählen wieder die wahren Werte eines solchen Lokals.

      Ganz großer Text, das hier.

    19. 5. Juli 2010 at 08:55

      @Max Tja, das (wenig bis keine NR-Kneipen ohne Zwang) ist so. Und das hängt – nach meinem Kenntnisstand – bei vielen direkt mit den Umsätzen zusammen. Wenn sich ein Laden zur Nichtraucherkneipe erklärt, bleiben die rauchenden Stammgäste weg und es kommen keine neuen, nichtrauchenden Gäste hinzu. Wobei es durchaus Ausnahmen gibt. Ich habe keine Ahnung, warum das in manchen Läden funktioniert (Felsenkeller ist trotz Umstellung auf rauchfrei jeden Abend rappelvoll), in anderen wiederum nicht.

    20. tjo
      5. Juli 2010 at 08:57

      „Liebe Raucher, hört auf mit “Geht doch in Nichtraucherkneipen”! Diese gibt es nämlich nicht.“

      Da ist natürlich schade, nur können da beim besten Willen die Raucher nix dafür. Als Kneipenwirt würde ich mir auch drei mal überlegen, ob ich Rauchen in meiner Kneipe zulasse oder nicht. Eins ist jedoch klar: in den eigenen vier Wänden muss jeder tun dürfen, was er will. Auch ein Wirt.

    21. stinker
      5. Juli 2010 at 08:58

      warum musst du auch in raucherkneipen gehen, gibt es keine nichtraucherkneipen?

      warum muss die eckkneipe in der man schon immer rauchen und saufen konnte jetzt so steril werden? warum die gesellschaft spalten und jede art von lebenskultur zerstören die sich irgendwo irgendwie gebildet hat?

      was wollt ihr als nächstes überstimmen? dicke? die gefährden eure gesundheit weil sie mehr co2 produzieren. killerspielspieler gefährden euch auch, da laufen paar mal bestimmt amok.

      das leben ist per se gesundheitsschädlich. mit jedem atemzug. schafft erst die autos und fabriken ab und dann die raucher. wenn restaurants und ämter rauchfrei sind und orte wo kinder hingehen find ich das richtig, aber das es keine kneipen mehr geben darf wo menschen selbst bestimmen können wie sie miteinander sozialisieren ist geht doch viel zu weit.

      hoffe das beispiel macht keine schule und ihr in eurem sterilen bayern bleibt unter euch. bayern meide ich schon lange.

      ich rauche nicht in der öffentlichkeit weil das was ich rauche so oder so verboten ist, reinen tabak rauch ich nicht, auch nicht in kneipen. deswegen meide ich bayern schon sehr sehr lange und nun noch ein grund mehr nie wieder einen cent in bayern zu lassen oder sich mal mit einem bayer zu treffen. mir zu steril.

      die gesundheitsfetischisten sind so verlogen. die rot-grünen erst recht. auspuff auf kindernasenhöhe aber in kinderfreien eckkneipen den leuten vorschreiben wie sie zu leben haben.

    22. 5. Juli 2010 at 08:59

      Wo kann ich unterschreiben? 🙂

      Als Ex-Raucher (aufgehört 2003) kann ich alles bestätigen, was hier geschrieben steht. Der eigene Gestank? Ausgeblendet. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen (gerade für andere)? Ausgeblendet. Nichtraucherbahnhöfe? Ein persönlicher Angriff auf meine Freiheitsrechte!

      Nach 2003 funktionierte mein Geruchs- und Geschmackssinn kontinuierlich besser und ich merkte immer deutlicher, wie penetrant uns dieser giftige Qualm umgibt. Er ist ekelhaft.

      Liebe Raucher: Stellt euch Personen vor, die sich an öffentlichen Plätzen wie Haltestellen und Biergärten neben euch setzen/stellen und kontinuierlich laut und stinkend furzen. Würde euch das stören? Oder wärt ihr tolerant?

    23. Björn
      5. Juli 2010 at 09:00

      @Max: Dann kennst du doch das Gefühl, bei einem kühlen Bierchen oder Käffchen im Café zu sitzen und genüßlich eine zu rauchen. Natürlich redet man es sich schön, da man die Folgen kennt. Aber dieses Lebensgefühl überwiegt eben.

      P.S. Ich als Raucher befürworte im übrigen das Nicht-Rauchen in Gaststätten.

    24. tarzun
      5. Juli 2010 at 09:01

      Danke Max. Und Leute: Die traurige Handvoll freiwilliger NR-Kneipen ist deswegen leer, eben *weil* die Raucher ja noch „nach nebenan“ gehen können.

      Und behauptet bitte nicht, es würde keiner mehr weggehen nur weil man jetzt überall zum Rauchen seinen Arsch hochheben muss.

    25. 5. Juli 2010 at 09:01

      @Max Winde Das hätte jetzt auch ein Verlag zur Kostenloskultur sagen können (http://343max.de/2010/05/20/laser/)

    26. 5. Juli 2010 at 09:01

      Ich begrüsse es, dass die Ausgangssperre für Nichtraucher endlich aufgehoben wurde. Ich mag einfach nicht unter der Suchterkrankung meiner Mitmenschen leiden.

    27. 5. Juli 2010 at 09:01

      Leider hat das Rauchverbot für Kneipen einen alles entscheidenden Nachteil: Raucher sind für Kneipen ein viel zu gutes Publikum. Man kann ja mal einen Sucht-Experten fragen: Es gibt so gut wie keinen Alkoholiker, der nicht auch raucht. Sprich: Die Kneipen brauchen die Raucher, weil sonst ihr Geschäft nicht läuft. Deshalb werden sie weiterhin dafür sorgen, dass sich Raucher bei ihnen wohl fühlen, zum Beospiel durch attraktive Areale vor der Tür, wo sie lautstark schwadronierend herumstehen können, durch Schirme vor Regen und durch Heizpilze vor Kälte geschützt. das ist dann dumm für die Anwohner. Früher hatten die den Lärm nur im Sommer, jetzt haben sie ihn das ganze Jahr über.
      Deshalb war ich gestern auch nicht abstimmen, denn egal wie man stimmt, es kommt Murks dabei heraus.

    28. ich
      5. Juli 2010 at 09:05

      ich stinke gerne. schalt doch mal die kommentare frei. auch die die dir nicht passen.

    29. 5. Juli 2010 at 09:06

      Raucher sind Suchtkranke. Das Problem bei Rauchern ist, dass sie ihre Sucht nicht so ausleben können, dass andere dadurch nicht gestört werden. Zum Glück ist das ja bei Alkoholkranken und anderen Suchtkranken viel angenehmer. Das müsste der Raucher doch einsehen, dass er sich gefälligst verkriecht und einfach im privaten seiner Sucht fröhnt. Vielleicht sollte er einfach die Droge wechseln.

      Eine gesetzliche Regelung verdrängt nun die Raucher von öffentlichen Plätzen, das Suchtproblem besteht aber weiterhin. Aber das will man wohl auch nicht beseitigen.

    30. 5. Juli 2010 at 09:07

      Lieber Max!
      Willst du mich heiraten.
      Toller Artikel!

    31. Pingback: Der Nichtraucherschutz & die Ultras « monstropolis

    32. ich
      5. Juli 2010 at 09:09

      nicht nur die bitte um freischaltung freischalten sondern die kritischen beiträge selbst 😉

    33. 5. Juli 2010 at 09:10

      Du sprichst mir aus der Seele. 🙂 Ich bin so froh, dass die Abstimmung positiv ausging.

    34. 5. Juli 2010 at 09:12

      Bei uns in NRW gab es ja auch mal so einen Nichtraucherschutz. Mittlerweile hat sich der leider so weit aufgeweicht (gibts den überhaupt noch?), dass jeder irgendein Schlupfloch gefunden hat. Alle meine Lieblingskneipen sind jetzt keine Kneipen mehr. Es sind nun Clubs, Raucherclubs. Und weil es immer meine Lieblingskneipen waren, und auch in meiner Stadt die Alternativen nicht so groß sind, bin ich jetzt offiziell Mitglied in bestimmt 12 Raucherclubs. Als Nichtraucher wohlgemerkt. Dabei war ich anfangs so euphorisch, schade…

    35. Katti
      5. Juli 2010 at 09:12

      @Max du solltest das Bundesland wechseln. In NRW funktioniert das eingeschränkte Rauchverbot ganz hervorragend.

    36. Jo
      5. Juli 2010 at 09:13

      Stimmt.

      Sucht ist Sucht, aber selbst von einem Süchtigen kann ein wenig mehr Rücksichtnahme verlangt werden.

    37. Natalie
      5. Juli 2010 at 09:14

      Schon klar und weil es keine Nichtraucherkneipen gibt, nimmt man sie den Rauchern einfach weg. Achso und von wegen Toleranz: Wenn ihr, liebe Nichtraucher nach Schweiss stinkt, schicken wir euch doch auch nicht gleich in eine Abstellkammer oder nach draussen zum Stinken!

    38. 5. Juli 2010 at 09:15

      Das trifft den Nagel aber so was von auf den Kopf!

    39. sepp
      5. Juli 2010 at 09:16

      Raucher haben den Zwang zu Rauchen. Und die Nichtraucher versuchen ihnen den Zwang abzuzwingen.

      Also das in Restaurants nicht drinnen geraucht wird muss je eh klar sein. Das hat tatsächlich was mit Höflichkeit und vorallem mit Nahrungsaufnahme zu tun.

      Das es keine Nichtraucherkneipen gibt ist in höchstem Maße unwahrscheinlich. (Habe selbst keinen Anreiz diese Aufzusuchen, es schein: sie funktionieren einfach nicht)
      Das du keine kennst macht es deutlich, wie sehr es dich immer nervt, dieses gequalme.
      Das es sie nicht freiwillig gibt liegt wohl an der Nachfrage.

      Und da ist auch schon mein Punkt. Nichtraucher wollen nicht in verrauchten Kneipen sitzen. Sobald eine Kneipe nicht verraucht wird oder nicht die Möglichkeit bietet sie zu verrauchen, ist die Kneipe unspassig, nicht vorhanden oder Schlicht und Einfach leer. Kann mir sonst nicht vorstellen warum das mit den Nichtraucherkneipen nicht richtig angezogen hat.
      Es scheint mehr Raucher als Nichtraucher zu geben, zumindest unter denen die Abends in Kneipen gehen.

      Das die Raucher dann nicht aktiv werden und für Ihre Sache stimmen (siehe Wahlbeteiligung) ist dann halt ein anderes Trauerspiel.

      Ich bin froh in der Stadt zu leben in der es kaum Regeln, aber immer Ausnahmen gibt 🙂

    40. 5. Juli 2010 at 09:17

      Das Beispiel

      „Auch finden wir euren Kampf für die Freiheit, jederzeit und überall alles vollstinken zu können durchaus beachtlich, müssen allerdings auch einschränkend anmerken, dass auch ihr nicht wollt, dass jeder jederzeit alles vollstinken darf, indem er vor den Tresen scheißt.“

      ist einfach nur großartig! Danke für diesen tollen Beitrag! Geflattrt!!

    41. 5. Juli 2010 at 09:17

      Es ist schon bemitleidenswert wie sogenannte militante Nichtraucher ihr eigenes kleines Ego streicheln müssen nur um zum 1000000. Mal ihren kleinlichen Standpunkt breitzutreten…

      Wo ist die Weitsicht mit der erkannt werden könnte, dass kaum ein Raucher murrt, wenn er in ein Restaurant, Café geht, in dem zu recht nicht geraucht wird?

      Und natürlich ist es extrem deprimierend für die spaßgebremsten Heulsusen, wenn sie mitbekommen, dass die wirklich Party meistens in den Raucherzonen diverser Clubs stattfindet… 😀

    42. ich
      5. Juli 2010 at 09:17

      danke

    43. Torsten Fehre
      5. Juli 2010 at 09:21

      Wir dürfen uns hier jetzt nicht spalten lassen!

      Ich bin selbst Raucher; und ich versuche immer, so rücksichtsvoll wie möglich mit Nichtrauchern umzugehen. Aber mich persönlich nerven diese militanten Nichtraucher, welche den Rauchern immer ihre letzten Domizile wegnehmen wollen.

      Warum eigentlich gibt es keine Nichtraucherkneipen? Die Nichtraucher tun so, als seien sie eine schützenswerte Minderheit. Dass Nichtraucher geschützt werden müssen, streite ich ja nicht mal ab; allerdings seid ihr alles andere als eine Minderheit!

      Aber an diesem Raucher vs. Nichtraucher-Krieg sieht man ja wieder mal ganz deutlich: Unsere „Eliten“ haben verstanden, wie man das Volk unter Kontrolle hält, nämlich durch „Teile und Herrsche“, das wussten sogar die alten Römer schon. Damit das Volk nicht noch mehr gegen das Sparpaket von Schwarz-Gelb rebelliert, ist es doch ganz praktisch, eine Raucher vs. Nichtraucher-Debatte anzuschieben, dann bekriegt sich das Volk gegenseitig.

      Hier noch mal mein Aufruf an alle: Leben und leben lassen! Also liebe Raucher: Respektiert die Nichtraucher in eurer Nähe; pustet ihnen nicht unbedingt den Rauch ins Gesicht. Und liebe Nichtraucher: Sucht euch als soziale Treffpunkte andere Stellen als die, welche sich die Raucher als „Rückzugsgebiet“ genommen haben, damit sie eben nicht die Nichtraucher stören.

    44. klara
      5. Juli 2010 at 09:24

      Ihr stinkt auch! Menschen stinken. So ist das. Euer Schweißgeruch oder das verlogene Deodorant das noch viel ekliger ist. Am meisten stinkt aber das Mehrheiten Minderheiten oder Subkulturen einfach so kaputtstimmen können. Was kommt als nächstes?

    45. 5. Juli 2010 at 09:26

      @stinker is übrigens auch gut so 🙂 In Bayern können wir auf solche Leute wie dich gern verzichten!
      Lebenskultur und Freiheit geht übrigens nur so lange gut, bis ich jemand anderen in seiner Lebensqualität einschränke und genau das tun Raucher ja. Wenn am Tisch neben mir im Café ein Dicker sitzt, ist mir das scheißegal, seine Handlungen tangieren mich nicht. Aber wenn sich mal wieder einer neben mir ne Kippe anzündet oder mit seinen, nach 25 Jahren Hardcorequalmen, stinkenden Klamotten neben mich setzt (am besten morgens auf nüchternen Magen) beeinträchtigt er dadurch meine Lebensqualität und die der anderen Nichtraucher.

      Ich fahr z.B. gern schnell, aber in dem Moment, in dem ich andere mit meinem Verhalten gefährde, muss ich mein eigenes Spaßempfinden eben zurückschrauben. Kann auch nicht einfach Leute von der Straße drängen. „Fahrt doch in der Spielstraße wenn’s euch hier zu gefährlich zugeht.“

    46. Max Winde
      5. Juli 2010 at 09:29

      @klara: Es ist ja nicht so, als würden Raucher nicht schwitzen. Und wie gesagt: niemand hat vor irgendjemandem seine zur Subkultur hochstilisierte Sucht kaputt zu machen. Ich möchte nur nicht darunter leiden müssen. Ist das so kompliziert zu verstehen?

    47. stinker
      5. Juli 2010 at 09:32

      @Aquarienfisch OK, Ihr habt gewonnen. Bayern gegen Restdeutschland, Raucher gegen Nichtraucher, der Krieg ist eröffnet, die Spalterei kann beginnen.

      „Lebenskultur und Freiheit geht übrigens nur so lange gut, bis ich jemand anderen in seiner Lebensqualität einschränke und genau das tun Raucher ja.“

      Wie gesagt in Ämtern, Restaurants und Nichtrauchercafes müssen Raucher nicht rauchen, solang sie in ihren Eckkneipen tun können was sie wollen, da kommen keine Kinder hin und der Rest kann selbstbestimmen wo sie hingehen. Wer wen einschränkt seid ihr, die Nichtraucher, und das ist schon lange die Mehrheit.

      Vertausch mal nicht die Täter/Opfer. Wer wen einschränkt mit dem Gesetz ist doch ganz anders als es gerade dargestellt wird von Dir.

      Bleibt bloss in Eurem Bayern und versaut nicht noch den Rest der Republik.

    48. 5. Juli 2010 at 09:35

      Lieber Max,

      wunderbar! Ich unterschreibe diesen ebenso köstlichen wie wahren Artikel in allen Punkten (und grinse währenddessen hämisch, weil mir die Volksmeinung beim gestrigen Entscheid Recht gibt).

      @ alle ihrem Selbstbestimmungsrecht Hinterherweinenden, die mit nicht zu verbietenden Stinkern wie Frittenfett, Kühen und Schweißmüfflern argumentieren: Euer Vergleich hinkt. Aber ich sehe mir gern mit Interesse jeden Lungenkrebsfall an, der durch Nachbars Deoversagen entstanden ist! Echt jetzt!

    49. Delo
      5. Juli 2010 at 09:35

      @Natalie @klara Der große Unterschied ist, dass man von Schweißgeruch kein Krebs kriegt.

    50. Anna
      5. Juli 2010 at 09:37

      Total Super.
      Wer glaubt ohne Rauchkultur ginge sofort die Welt und die Gastronomie unter, soll ein paar Tage Urlaub in England machen. Das totale Rauchverbot hält dort niemanden aus den Pubs fern.

      Im Übrigen hasse ich es, nur im Sommer wirklich nett Weggehen zu können. Zeit für einen Wandel.

    51. 5. Juli 2010 at 09:39

      @Aquarienfisch:
      „Ich fahr z.B. gern schnell, aber in dem Moment, in dem ich andere mit meinem Verhalten gefährde, muss ich mein eigenes Spaßempfinden eben zurückschrauben. Kann auch nicht einfach Leute von der Straße drängen. “Fahrt doch in der Spielstraße wenn’s euch hier zu gefährlich zugeht.”

      YEAH – großartiger Vergleich! 😀

    52. Beelzebub2003
      5. Juli 2010 at 09:40

      Ich möchte auch mal was als Nichtraucher dazu sagen. Der Artikel ist gut. Allerdings viel zu kritisch. Ich habe so einige Raucher in meinem Freundeskreis und ich komme aus Berlin. Also sollten wir schonmal etwas gemeinsam haben. Ich kenne UNZÄHLIGE Nichtraucherbars in Berlin. Ganz im gegenteil, die Raucherbars zu finden, finde ich schwieriger als umgekehrt.

      Natürlich ist es für uns oft nervig passiv zu rauchen. Aber warst du mal in Körperwelten? Nein, nicht schlimm. Dort gibt es aber den vergleich einer Nichtrauerlunge auf dem Land, eine Nichtrauerlunge in der Stadt und die einers Raucher. Der Unterschied zwischen der Lunge des Rauchers und der eine Nichtrauchers aus der Stadt sind trivial.

      Soviel zu deinem Gesundheitspunkt. Und ich weiß ja abermals nicht in welche Kneipen du so gehst, aber ganz ehrlich, ich kenne keine anständigen Bars/Kneipen die nach Fett riechen. Solltest vlt mal deine Auswahl bei den Bars überdenken.

      Kurz und knapp, ich kenne und verstehe das Problem der Nichtraucher, aber denke das auch diese eine gewisse toleranz haben sollten. Ganuso wie Raucher toleranter werden müssen. Vor die Tür zu gehen ist angebracht, genauso wie inmitten einer Menschenmenge oder einem Club/Konzert sich keine Anzumachen. Das finde ich persönlich nämlich am schlimmsten.

      Also sollten alle auf den Boden der Tatsachen bleiben und sich mal versuchen in den Gegenüber zu versetzten. Vlt können dann auch bald beide Parteien miteinander leben. Ich jedenfalls kann es bereits jetzt.

    53. Chrisfried
      5. Juli 2010 at 09:43

      Liberté Toujours!
      Und bitte Max, mach nicht den Alfred Tetzlaff…

    54. tiltman
      5. Juli 2010 at 09:44

      Danke, spricht mir aus der Seele.
      Gehe wohl auch gern mal einen trinken, früher auch regelmässig in Clubs, doch in den letzten Jahren hat das immer stärker nachgelassen. Das hat nicht allein mit dem Alter zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass mir die Qualmerei in vollen Clubs, bei Konzerten und beim Ausgehen immer mehr an die gesundheitliche Substanz und die auf die Nerven ging. Nachdem dann irrwitzigerweise auch noch diese vermaledeiten „Raucherclubs“ ins Leben gerufen werden durften, um den gesunden Menschenverstand noch mehr zu umnebeln, wurde es noch seltener.
      Jahrelang habe ich übrigens zudem monatlich 330,- Euro als freiberuflicher Lehrer in die verdammte Kasse einzahlen müssen, da ich als Selbständiger angesehen wurde, aber meinen Lohn nicht selbst bestimmen, bzw. kalkulieren konnte, sondern dies in den Händen der „Bildungsinstitutionen“ liegt. Die Tatsache, dass ich nie geraucht habe und Nichtraucher bin, spielte keine prozentuale Rolle, im darauf aufbauend noch zu entwickelnden Gesetzentwurf, der mehr als wünschenswert und notwendig ist.
      Mein Großvater war Ketten-Raucher. Ich habe sein schwarzes Bein noch vor der Amputation und seinem Tod gesehen. Das war wohl u.a. ausschlaggebend nie zum Raucher zu mutieren.

    55. klara
      5. Juli 2010 at 09:45

      den krebs kannst du mit jedem atemzug bekommen. unser gesellschaftssystem vergiftet sich selbst. schon mitbekommen? co2, bp, klimaerwärmung. jeder atemzug ist gesundheitsgefährdent. aber am system will keiner etwas ändern. nur geredet wird davon, gehandelt nicht. alles nur alibi wie dieses gesetz. wir ändern gar nichts, sondern machen mit noch mehr gesetzen das leben noch schwieriger und spalten die gesellschaft einfach noch ein bisschen mehr. noch mehr atemzüge werden illegalisiert und kriminalisiert. dafür aber atomlaufzeiten verlängert und neue heizkraftwerke gebaut. geh mir weg mit deiner gesundheit. komm erst wieder wenn dein auto abgemeldet ist und du solar auf dem dach hast.

    56. Max Winde
      5. Juli 2010 at 09:46

      @Beelzebub2003 keine Ahnung, in welchem Stadtbezirk du lebst, aber im Friedrichshain, wo ich wohne, der ein Kneipenbezirk ist, gibt es laut dieser Liste exakt 3 Nichtraucherkneipen.

    57. Haha
      5. Juli 2010 at 09:47

      Armes Deutschland…
      Total verweichlicht. Und ganz schön großkotzig.
      Sag mal, habt ihr keine anderen Probleme?
      Nenn mir bitte ein Restaurant, in dem noch geraucht wird!
      Es war die Rede von kleinen Eckkneipen, wo die Fluppe nun einmal dazu gehört wie das Bier!

      Es GIBT in Berlin Nichtraucherkneipen, und in Bayern wird es diese auch geben MÜSSEN, wenn die Nachfrage danach doch so hoch ist.
      Wenn kein Nichtraucher hingeht und diese dann über kurz oder lang schließen müssen, sind die Nichtraucher selber schuld.
      Mir ist nicht klar, warum du denn in eine Kneipe gehen MUSST?
      Wenn es dir darum geht, mal hin und wieder mit Freunden einen zu heben, dann geht doch mal in ne Bar, in der vielleicht Sandwiches oder ähnliches verkauft wird. Wo liegt denn das Problem?
      Und ich kann dir garantieren, dass es NICHT überall nach Fett stinkt.
      Sonst zieh nach NRW, hier klappt das alles super.
      Hier haben wir beispielsweise überall das Extrablatt, da verkaufen die auch Cocktails und Raucher haben nen Extrabereich (wenn überhaupt…).

      Sonderpausen für Raucher? Was für ein Schwachsinn!
      Das hab ich ja noch nie gehört! Hier ist es gang und gebe, dass sowas von der Pausenzeit abgezogen wird. Sonst beschwer dich beim Chef, dass ihr als Nichtraucher auch Sonderpausen verdient habt.
      Sowas wäre nämlich wirklich ungerecht.

      Noch etwas: Ich stehe nicht auf Techno, davon bekomme ich Kopfschmerzen. Jetzt gehe ich doch nicht extra in eine Disko, in der den ganzen Abend soetwas gespielt wird. Ich muss halt etwas weiter wegfahren, damit ich was passendes finde.
      Woher nehm ich mir denn bitte das Recht zu bestimmen, dass direkt in meiner Nachbarschaft ne Disko sein soll, die meinen Musikgeschmack befriedigt?
      Das ist doch im Grunde das Gleiche. Wenn bei dir um die Ecke keine Nichtraucherkneipe ist, dann fährst du halt ein paar Minuten. Das sollte es dir doch echt wert sein als militanter Nichtraucher.

      Ach ja, verbietet bitte auch das Autofahren. Das stinkt nämlich auch.
      Überdacht komplett Deutschland, damit keine UV Strahlen mehr auf uns niederschießen – Hautkrebsgefahr!

    58. Ex-Stinker
      5. Juli 2010 at 09:49

      Absolut richtig. Raucher stinken. Ich war selber ein Stinker und bin heute militanter Nichtraucher. Das bin ich allerdings nicht nur wegen des unsagbaren Gestanks, sondern auch, weil ich miterleben durfte, wie Menschen, die ich als Freunde wähnte, mich nicht mehr besucht haben, weil ich ein Rauchverbot in meiner Wohnung verhängt hatte. Die Sucht hatte sie so stark im Griff, dass es partout nicht möglich war, ein paar Stunden auf die Kippe zu verzichten. Und das hat rein gar nichts mit Genuss oder Geselligkeit zu tun. Es gab schließlich auch nicht immer Bier und Wein. Das war allerdings nie ein Problem – danach war ja auch keiner süchtig. Der gemeine Raucher ist völlig unfähig das zu erkennen. Das Nikotin hat das Raucherhirn einfach total durchgewaschen. Deshalb ist auch jedwelche Diskussion mit einem Raucher überflüssig. Das einzige was da hilft ist ein kalter Truthahn. Hinterher merken sie das dann von selbst.

    59. 5. Juli 2010 at 09:50

      Oh, wie großartig geschrieben!

    60. 5. Juli 2010 at 09:54

      Nicht zu vergessen die Tatsache, dass der Raucher völlig selbstverständlich von der Gesellschaft erwartet, dass diese für die gesundheitlichen Folgen seines Lasters aufkommt. Sollen sie doch ihr erhöhtes Krebs- Schlaganfall- und Infarktrisiko selbst finanzieren.

    61. 5. Juli 2010 at 09:54

      Guter Artikel.
      Wenn die Raucher sich aufregen, dass sie zum Rauchen mal kurz raus müssen, werden sie hoffentlich einsehen, dass andernfalls die Nicht-Rauchen die ganze Zeit drin im Zigarettennebel sitzen. Doch was davon das Akzeptablere ist?..

    62. Beelzebub2003
      5. Juli 2010 at 09:55

      Prenz’l Berg, so auf die Schnelle La Paz auf der Prenzlauer, Brauhaus Mitte, Hooters im Tiergarten, Girasol in der Raumerstr., Mirchi Oranienburgerstr. oder auch das Olivenbäumchen in Pankow, sogar das geniale Irish Pub am Hakeschen Markt ist Rauchfrei geworden, obwohl ich das dort der Atmosphäre wegen ganz gut fand. Verschiedene Bezirke unterschiedliche Arten von Kneipen/Restaurants/Bars. Ich war in jeder schon mehrmals drin und um Rauchen zu gehen muss man immer vor die Tür. Und Fett riecht man in all diesen Bars erst recht nicht. Also tut mir leid, aber dieses Argument kann ich dir einfach nicht abkaufen. Und das waren jetzt nur Bars dir mir spontan ausm Kopf einfallen, ohne groß Nachzudenken.

    63. 5. Juli 2010 at 09:58

      Wenn der Konsum von Schokolade in geschlossenen Lokalitäten dazu führen würde, dass alle Umsitzenden auch dick würden, oder – äquivalent zum Rauchen – noch dicker werden würden als der Schokoladenkonsument, wäre Schokolade essen in der Öffentlichkeit Ruck zuck verboten.

      Rauchen tötet. Dies ziemlich qualvoll. Ich selbst bin bei Ketten-Rauchern aufgewachsen. Erst ab meinem 7. Lebensjahr musste ich bei ihnen wohnen, bereits mit 8 hatte ich Raucherhusten und mit 9 war meine Lunge bereits extrem geschädigt und ich permanent krank.
      Rauchen macht krank! Liebe Raucher: geht zum krank sein einfach in seperate Räume!

    64. 5. Juli 2010 at 09:58

      Was @Erik sagt!!!

    65. 5. Juli 2010 at 10:02

      DocW: „Und natürlich ist es extrem deprimierend für die spaßgebremsten Heulsusen, wenn sie mitbekommen, dass die wirklich Party meistens in den Raucherzonen diverser Clubs stattfindet… :D“

      Mit anderen Worten: Da wo die Raucher sind ist es am coolsten, also „Rauchen ist cool“. Hab ich so das letzte mal gehört, als ich ca. 12 war.

    66. mars
      5. Juli 2010 at 10:03

      Warum muss es das Problem der Raucher werden, dass sich Nichtraucherkneipen (und wie Beelzebub2003 oben schon anmerkte: Die Behauptung, es gäbe in Berlin überhaupt keine Nichtraucherkneipen ist schlichtweg gelogen) nicht im gleichen Maße durchsetzen wie Raucherkneipen?

    67. klara
      5. Juli 2010 at 10:06

      @Frauenfuss Dicke prodizieren viel mehr CO2 als Dünne. Vielleicht sind das die nächsten die diskriminiert werden.

      und das jetzige Gesetz wird die Nebenräume einfach verbieten in die man jetzt noch flüchten kann. Es wird für Raucher nur noch draussen und zuhause geben. Keine Seperaten Kneipen, keine seperaten Räume.

    68. Thomas
      5. Juli 2010 at 10:11

      @Frauenfuss: „Liebe Raucher: geht zum krank sein einfach in seperate Räume!“ Das wollten sie ja. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und selbst das dürfen sie nun nicht mehr.

    69. klara
      5. Juli 2010 at 10:11

      @Aquarienfisch Dein Auto stinkt auch und macht Krebs. Und Du willst anderen verbieten zu stinken und Krebs zu verbreiten. Verlogen!

    70. 5. Juli 2010 at 10:12

      Rauchen schadet der Gesundheit, da gibt´s gar keinen, aber auch nicht den geringsten Ansatz eines Zweifels.
      Ich selber rauche und werde hier wohl jetzt gleich wegen meines „Outings“ auch als einer dieser „Volksgefährdenden“ bezeichnet.
      Vor einiger Zeit habe ich 3 mOnate in Canada gewohnt, wo auch das Rauchen in Kneipen & Restaurants verboten ist. Und ich muss bestätigen, damit kann man sehr gut Leben. Ich habe aber auch vorher schon versucht Rücksicht zu nehmen wo es geht. Das gebietet der Anstand.
      Was aber auch der Anstand gebietet ist, dass man nicht alle über einen Kamm schert wie das hier vom Threadverfasser gemacht wird. Auch wenn sicherlich der Grundsatz des Inhalts durchweg richtig ist und es viele Raucher gibt, die Null, aber auch GARKEINE Rücksicht nehmen, ist dieses nahezu prodagandistische Geschwätz eine solch hinrlose Sache, dass es seines Gleichen sucht.
      Und wenn in Berlin alle Kneipen (Zitat) „nach Rauch und Fett“ stinken, scheinst du eine schlechte Auswahl zu treffen.

      Aber hauptsächlich sehe ich hier wieder die typischen Sätze eines nahzu militanten Nichtrauchers der alle in einen Sack steckt und draufhaut. Sorry, das ist idiotisch, haltlos und dumm!

    71. Passivraucher
      5. Juli 2010 at 10:13

      Hallo Max,

      Du sprichst nicht für alle Nichtraucher. Jedenfalls nicht für mich. Ich bin gerne Passivraucher und finde, dass zur Kneipe oder zum Club Rauchgeruch gehört. In Nichtraucherläden stinkt man später nach dem Schweiss fremder Menschen. Da ist mir Zigarettenqualm echt lieber.

      Viele Grüße, passivraucher

    72. Paula
      5. Juli 2010 at 10:14

      Lieber Nichtraucher,
      ich rauche seit vielen Jahren mal mehr – mal weniger… Tagsüber habe ich keine Zeit dafür, deshalb genieße ich abends meine Zigaretten und am liebsten bin ich dabei in Gesellschaft und noch lieber werde ich bedient, wofür ich dann auch bezahle. Dazu gehe ich nun mal in eine Kneipe oder Bar. Für die Zigaretten zahle ich auch Steuern.
      Das Nichtrauchen in Restaurants ist ohnehin selbstverständlich für guterzogene Menschen mit Stil und Geschmack!

      Einen guten Geruchssinn habe ich übrigens immer noch – nur manchmal würde ich ihn gerne abschalten wollen – gerade jetzt bei diesen Temperaturen.
      Warum gibt es keinen Volksentscheid – dass man sich waschen und regelmäßig die Klamotten wechseln muss? Dieser Gestank scheint mir hundertmal widerlicher, als der Geruch von verbranntem Papier und Tabak. Darüber hinaus sind die so entstehenden Produkte (bzw. Kulturen) manchmal auch nicht weniger gesundheitsgefährdend!!!

      Natürlich ist immer ALLES eine Frage der Toleranz, der Höflichkeit und des Benehmens.
      Traurig, wenn das durch Verbote und Verordnungen eingefordert werden muss!

      Beste Grüße

      Paula

    73. Thomas
      5. Juli 2010 at 10:16

      @Erik: Die Dicken und die Nichtsportler haben auch ein erhöhtes Krebs- Schlaganfall- und Infarktrisiko, etc. Das finanzierst Du auch mit.

    74. tom
      5. Juli 2010 at 10:18

      @Frauenfuss:
      „Liebe Raucher: geht zum krank sein einfach in seperate Räume!“

      Würden wir ja gerne. Haben wir bis jetzt so gemacht.
      Das hat das Bayerische Volk gestern verboten.

    75. Sebs
      5. Juli 2010 at 10:23

      Wenn du nach dem kneipenbesuch stinkst und das so hoch bewertest, besuche einfach keine Kneipe.

    76. Birke
      5. Juli 2010 at 10:24

      Heul* Heul* … Bitte auch das Autofahren verbieten, denn die Schadstoffbelastungen, der Lärm und Gestank nerven mich als reinen Radler auch sehr.

      Warum muss man immer alles verbieten und kann sich nicht einfach mal so arrangieren, was in aller Regel auch klappt.

    77. Max Winde
      5. Juli 2010 at 10:26

      @Birke: Weil das mir dem Arangieren offensichtlich nicht klappt.

    78. Thomas
      5. Juli 2010 at 10:31

      @Max: „Und wenn die Marktwirtschaft nicht funktioniert dann korriegiert man sie mit Gesetzen. Das nennt man übrigens Demokratie.“

      Aha, und wenn mir die Abstimmung nicht passt, werfe ich solange eine Münze, bis das herauskommt, was ich möchte?

      Selten so einen Schwachfug gelesen.

    79. Birke
      5. Juli 2010 at 10:32

      @Max: Glaube ich nicht. Ich hatte es bisher nur mit recht höflichen Leuten zu tun. Man frägt nach, stört es niemanden kann man auch eine rauchen. Dazu muss man es jedoch nicht gleich verbieten.

      Wo soll denn das anfangen bzw. aufhören? Autofahren schädigt auch die Gesundheit, belastet die Umwelt und kann tödlich enden. Auch oft für Unbeteiligte.

    80. klara
      5. Juli 2010 at 10:34

      Baut am besten ne Mauer um Bayern. Zum Schutz vor schädlichen Einflüssen.

      Nichtraucher- und Nichtdenkerparadies.

      Dicke Autos, aber keine Fluppen. Bitte auch ne digitale Mauer errichten damit die schädlichen Gedanken draussen bleiben und die BlauWeisse Freiheitswolke nicht geschädigt wird. Damit bleiben auch eure sterilen Fantasiegebilde einer sauberen, rauchfreien und lebenswerteren Gesellschaft isoliert.

      Und wir blicken der Realität hier ins Auge: Es gibt viel schädlicheres mit dem wir uns tagtäglich vergiften, vor allem unser Lebensstil.

      Ein paar wenigen jetzt verbieten Pflanzen zu verbrennen und zu inhalieren während draussen Millionen von Autos Schadstoffe in die Luft blasen, Fabriken uns vergiften oder unser Warmwasser und um Winter die Heizung oder die Energie für den Kühlschrank uns dahinraffen …

    81. S.
      5. Juli 2010 at 10:34

      Ich muss jetzt einen wahrscheinlich längeren Kommentar loswerden.
      Falls du Vegetarier bist, entschuldige ich mich schon vorher bei DIR, aber dieser Kommentar sollte mal alle fleisch essenden Nichtraucher zu denken geben.
      Ich bin Vegetarierin. Mir wird es schlecht vom Geruch von Fleisch. Und trotzdem muss ich damit leben, wenn ich in ein Restaurant gehe, dass dort Fleisch gegessen wird. Ich habe aber die Entscheidung, ob ich zB in ein Steakhouse gehe. Wenn ich in ein Steakhaus gehe, so wird mir doch jeder sagen, ich bin selber schuld daran, dass ich mit Fleisch konfrontiert werde, oder? So kann doch auch jeder Nichtraucher für sich entscheiden, ob er in eine Raucherkneipe geht, oder nicht.
      Um es vorneweg zu sagen, ich bin selber Nichtraucherin, aber mit diesem Volksentscheid haben die Bayern mal wieder bewiesen, dass man mit den Voruteilen gegen die Bayern gut arbeiten kann.
      Fleischfresser haben prozentual gesehen eine höhere Begünstigung für Übergewicht, erhöhten Cholesterinspiegel und Bluthochdruck. All das muss ich mit meinen Steuern auch mitfinanzieren. Und trotzdem stelle ich mich nicht hin und sage: „Überall wo ich essen will, darf kein Fleisch gegessen werden.“ Ich stinke auch, wenn ich irgendwo rausgehe, wo Fleisch gegrillt wurde,meine Haare, meine Kleidung, alles riecht nach Fett und totem Tier, aber ich habe die Entscheidung dahinzugehen, oder eben woanders, oder daheim zu bleiben. Wie jeder Nichtraucher, mich eingeschlossen, eben auch!
      Es ist mir ehrlich unangenehm, wie militantisch und ätzend sich andere Nichtraucher da durchdiskutieren wollen. Bzw. ein Diskutieren ist das nicht, da ja gar keine andere Meinung zählt. Peinlich ist für mich, als Nichtraucherin dieser Text geradezu, auch wenn er gut geschrieben ist.

    82. 5. Juli 2010 at 10:42

      Nächster Schritt: Das fiese Gebimmel früh an Sonntagen abschaffen!

    83. Iro Nie
      5. Juli 2010 at 10:46

      Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Alkohol ebenfalls süchtig/krank/Mundgeruch/assoziales Verhalten verursacht.
      Ich finde wir sollten auch verbieten in Kneipen Alkohol auszuschenken. Genauso finde ich dass fette Menschen in Kneipen nichts zu essen bestellen dürfen.
      Genauso diese ganzen Schwulenkneipen in die man nicht reinkann ohne permanent homosexuell belästigt zu werden.

      Wo kämen wir denn da hin, wenn die Betreiber von Kneipen selbst entscheiden dürfen was in ihrer Kneipe erlaubt ist und was nicht!

      In einem wahrlich freien Staat muss man Freiheiten nehmen um die Freiheiten zu wahren! ZUM WOHL ALLER!!!

    84. Max Winde
      5. Juli 2010 at 10:50

      @S: Ich bin weder militantisch noch militant, aber danke für das Kompliment.

      Ich sehe da doch diverse Unterschiede zwischen Fleischgeruch und Zigarettengeruch.

      Zum einen gibt es deutlich weniger Vegetarier als Raucher. Zum anderen habe ich bisher außer dir noch keinen Vegetarier erlebt, der sich ernsthaft an Fleischgerucht stört.

      Außerdem ist Fleischgeruch im Gegensatz zu Zigarettenrauch nicht stark Krebserregend.

      Leider bist du die Minderheit der Minderheit und Minderheiten haben es nie sonderlich leicht. Nichtraucher hingegen sind in der Mehrheit, die unter einer Minderheit leiden muss. Ich verstehe nicht, warum diese Mehrheit das hinnehmen sollte.

    85. Christian
      5. Juli 2010 at 11:01

      Großartiger Beitrag!
      Ich bin selber Exraucher, versuche aber nicht allzu miltiant zu sein. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind viele, die Rücksicht nehmen und nie auf die Idee kommen würden, bei mir zu rauchen, und freiwillig nach draußen zu gehen.
      Aber:
      1. Es gibt genug, die ein „Recht auf Kippe“ für sich proklamieren, und da rauchen, wo sie wollen. Schaut mal, wieviele Raucher auf Bahnhöfen ausserhalb der Raucherbereiche stehen. Spricht man die drauf an, wird man noch doof angemacht.
      2. Autofahren kann krank machen und Lungenkrebs auslösen, völlig klar. Jedoch werden wir wohl ohne als Gesellschaft nicht auskommen, von wegen Mobilität und der Notwendigkeit, möglichst schnell von A nach B zu kommen. In vielen Fällen kann man das Rad oder den ÖPNV nehmen (tue ich übrigens), in anderen geht das nicht. Sprich: Im Gegensatz zu den Risiken aus dem Kraftverkehr ist rauchen wirklich optional, freiwillig und deshalb überflüssig.
      3. Das alte Nichtraucherschutzgesetz war eine komische Sache: Geschützte Raucherräume sind auf eine Art nicht schlecht, die kann man aber mit den alten Raucherabteilen in Nahverkehrszügen vergleichen. Und da gingen selbst viele Raucher ungern rein.
      Heutzutage stehen also die meisten Raucher draußen, und man muß entweder durch die Qualmwolke durch, oder aber man sitzt mitten drin, weil ja eh gutes Wetter ist und alle draußen sein wollen. Ich gehe aber nicht nach draußen, um in einer Nikotinwolke zu sitzen. Natürlich ist das egozentrisch gedacht. Das ist jede Fluppe, die Raucher sich in den Hals schieben und somit ihren Mitmenschen zumuten, ebenfalls.

    86. S.
      5. Juli 2010 at 11:01

      Ich sage es jetzt nochmal: Ich bin selber auch Nichtraucherin! Ich habe die Entscheidung in eine Nichtraucherkneipe, die es überall gibt (gerade in Bayern sind bisher 85% aller Kneipen Nichtraucherkneipen gewesen), zu gehen oder eben in eine ausgeschriebene Raucherkneipe. Gehe ich in eine Raucherkneipe, so bin ich selber schuld!
      Ich gehe in keine Raucherkneipe!!!
      Bedanke mich aber jetzt schonmal im Vorraus dafür, dass ich jetzt jedesmal durch eine Traube von Rauchern, die vor dem Eingangsbereich stehen um zu rauchen, gehen muss, damit ich in MEINE Nichtraucherkneipe kommen kann.
      Und zum Thema Fleisch: Mir wird es schlecht von dem Geruch, bis hin zum Erbrechen und da kenne ich, leider Gottes, mehrere Vegetarier, denen es so geht. Zudem noch Tiere sterben müssen, damit du dein Steak haben kannst. Tiere, Lebewesen. Aber auch dein Steak sollst du haben, da bin ich tolerant genug. ICH muss das ja nicht essen, genauso wenig wie ICH oder DU Rauch einatmen mussten nach dem alten Rauchergesetz!

    87. S.
      5. Juli 2010 at 11:02

      Und hinzukommt, es ist ja wohl klar, dass für dich als Fleischesser das ein Unterschied ist – sowie für den Raucher das auch einer ist!

    88. kalenda
      5. Juli 2010 at 11:04

      Liebe Dicke-und-Raucher-Mitfinanzierer, gab es da nicht vor Kurzem die Studie, die besagte, dass Übergewicht und Zigaretten dem Gesundheitssystem sogar Geld sparten, weil die Betroffenen eher sterben?

      Liebe Bayern-dürfen-nirgendwo-mehr-rauchen-Beklager: Dürfen sie doch? Draußen und zuhause, und damit schonmal so insgesamt an mehr Orten als nicht.

      Liebe Dein-Auto-ist-aber-noch-viel-schädlicher-Sager: Abgesehen davon, dass das Rauchverbot mit der Umwelt nichts zu tun hat, habt Ihr natürlich mit einem Recht; an Autounfällen sterben eine Menge Leute, mehr als vom Rauchen vermutlich. Ich kenne auch niemanden, dem das egal ist, oder der es gar gut findet. Andererseits haben Autos an sich auch eine Menge Vorteile, die Zigaretten so nicht haben. An der Minimierung der Nachteile arbeiten Millionen von Menschen aller Disziplinen weltweit – ob das nun in einem Ersatz oder einer Verbesserung mündet, ist noch nicht raus. Zwei Dinge stören mich an Eurer Argumentation; erstens, dass Ihr davon ausgeht, dass man Probleme stets in der Reihenfolge Ihrer Wichtigkeit anzugehen hat, und zweitens, dass Ihr das Rauchverbot als Alternative zum Fahrverbot seht, statt als guten Anfang. Es geht doch niemand durch die Welt und sagt, dass nur eines der beiden Probleme gelöst werden sollte, und dass nun, nachdem man sich in Kneipen nicht mehr die Gesundheit ruiniert, eigentlich auch ABS und Airbags wieder abgeschafft werden könnten.

    89. Delo
      5. Juli 2010 at 11:06

      @S. „So kann doch auch jeder Nichtraucher für sich entscheiden, ob er in eine Raucherkneipe geht, oder nicht.“

      Dieses „Argument“ wird in diesem Zusammenhang so oft genannt, wird aber durch mehrfache Wiederholung auch nicht besser. Es würde vielleicht stimmen, wenn alle Kneipen identisch wären und ich alleine in ein Kneipe ginge. Ist aber erstaunlicherweise nicht so. Man geht nun mal meist mit mehreren Leuten (Raucher und Nichtraucher) gemeinsam los und in manche Kneipen geht man lieber als in andere (Stimmung/Musik/Leute/Getränkeauswahl).

      Wenn jemand neben mir sitzt, der nach Schweiß oder sonstwas stinkt, dann ist mir das echt völlig egal. Aber Rauchen nervt, weil ich den Qualm mit bis nach Hause ins Bett nehme (wie Max schon schrieb). Rauchen ist nun mal im Gegensatz zur Werbedarstellung höchst unsozial. Leider gibt es in meinen Augen nichts Vergleichbares, was (a) stinkt, (b) gesundheitsschädlich ist und (c) in den Klamotten/Haaren hängenbleibt. Weder Schweißgeruch, Furz, Autoabgase, Fleischgeruch oder sonstwas erfüllen alle Kriterien. Mir fällt nur Sprühlackieren ein. Und da trägt man normalerweise eine Maske.

      Warte wirklich sehnsüchtig auf die qualmfreie Zigarette. Dann können die Raucher gerne soviel quarzen, wie sie wollen und alle sind zufrieden.

    90. Robert
      5. Juli 2010 at 11:10

      Toller Artikel, danke!

    91. S.
      5. Juli 2010 at 11:13

      Bei 85% Nichtraucherkneipen wird ja wohl eine dabei sein, die dich zufrieden machen kann. Das ist das egoistische an den meistens Nichtrauchern. Da muss man die 15% Raucherkneipen auch noch für sich beanspruchen. Mehr als die Hälfte aller Kneipen sind so gestaltet, dass wir sie für uns nützen können. Ich finde es nicht gerade sehr sozial alles für sich beanspruchen zu wollen!!!!!!!!!!!!!

    92. wurzel9nichtsie
      5. Juli 2010 at 11:17

      darauf zünde ich mir eine an.

    93. Pingback: Ich zieh nach Bayern… : PatJe.de

    94. tiltman
      5. Juli 2010 at 11:17

      Es ist zum Haare raufen und im Kreis trisseln. Es geht nicht um andere, ebenso gefährliche oder gefährdende Probleme, sondern um ein einziges und KONKRETES. Ob Auto fahren und andere Dinge dem Planeten auch Schaden hervorrufen oder gleich gefährdend für die Menschheit sind, steht gar nicht zur Debatte, sondern eher absolut außer Frage. Hier wird nun mal versucht, ein Problem anzupacken, einen Zustand zu verändern und für alle etwas daraus zu gewinnen, auch wenn es noch immer nicht alle sehen können oder wollen.
      Es wurde demokratisch abgestimmt und letztendlich entschieden, vermutlich sogar ausnahmsweise mal weiter gedacht als normalerweise, hoffe ich. Auf längere Zeit hin wird es durch diese Entscheidung mehr Menschen gut als schlecht gehen, auch wenn dies natürlich ein längerer Weg sein wird, schon allein dieser vermeintlichen Diskussion hier zur Folge. Vor allem die Kids im Hier und Jetzt und deren Kinder könnten und sollten davon profitieren (lernen), mal abgesehen von bisherigen Konsumenten. Mag ja sein, dass es schwierig ist mit dem Tabakgenuss aufzuhören oder zumindest logischer einzugrenzen, da gestehe ich jedem seinen Laster-Genuss zu.
      Vielleicht ist es ein kleiner, popeliger Schritt, aber definitiv ein guter. Irgendwo muss angefangen werden, auch wenn es auf vermeintlich kleiner oder als auf falscher Ebene stattfindend wahrgenommen wird. Auch das erweitert den Horizont und wird am Ende als gutes Beispiel angesehen und von Außenstehenden angesehen werden können.
      Ist fast schon so zu sehen, wie die Team-Auffrischung durch Löw.

      So, hier noch ein bisschen Puffreismaterie für den nächsten Kommentator:

      Auto fahre ich seit 2001 nicht mehr, besitze auch keins. Und ich würde als Möhren-Allergiker auch nicht automatisch akuten gesundheitlichen Schaden und Folgeschäden erleiden, wenn neben mir jemand an einer Möhre knabbert. Nein, ich bin kein Fußball-Fan. Verstanden? – Prima!

    95. klara
      5. Juli 2010 at 11:19

      Das Benzin für Eure Autos vergiftet grad den Golf und den Planeten, aber ihr fahrt weiter Auto und blasst mehr Dreck und Gestank herraus als meine kleinen selbstgedrehten, und ihr wollt mir die Eckkneipe verbieten? Gehts Euch zu gut? Militanter Raucherwiderstand, jawoll. Geh mir jetzt Rauchbomben besorgen. Der Spass ist zuende. Ich finde Euch eh bei Starbugs, alle versammelt.

    96. Robert
      5. Juli 2010 at 11:24

      @S: Der Mensch ist seit Tausenden von Jahren Allesfresser, hat aber viele Leistungen (Größe z.b.) erst durch „starke“ Ernährung geschafft. Vegetarismus ist eine Erscheinung der Moderne, in der man durch gute Medizin und hinzugefügte Nährstoffe in anderen Lebensmitteln selbst kaum Nachteil davon hat (ganz anders als ein Baby das aus Ideologie vegetarisch erzogen wird).
      Sorry, aber Vegetarismus ist nichts weiter als eine ideologische Lebensweise. Wenn es bei dir zu Erbrechen führt, dann ist dies eine Hypochondrie, also eine krankhafte psychische Abstoßreaktion. Sei mir nicht böse, aber du musst zugeben: Vegetarismus ist etwas ursprünglich freiwilliges, im Gegensatz zu Laktoseintolleranz beispielsweise.

    97. Martin
      5. Juli 2010 at 11:27

      Lebensgefährlich und rauchend sind auch unsere Verkehrsstraßen mit ihren stinkenden Autokollonnen, und am häufigsten sterben Menschen in Deutschland an Autounfällen! Deswegen sollte man 1 Liter Benzin genauso teuer machen, wie Zigaretten. Ich denke da an 4,50 € für einen Liter Benzin.
      Nicht nur die Raucher stinken, die Autofahrer auch!!!

    98. Martin
      5. Juli 2010 at 11:29

      P.S.: Aber die Raucher sind wenigstens nicht so laut wie die Autokolonnen…

    99. 5. Juli 2010 at 11:30

      Hmm… Rauchen? Ich verstehe im Endeffekt nicht, was an diesem süchtig machenden Krebserreger mit Befriedigung des Sauginstinktes cool sein sollte? Jetzt ohne niemandem persönlich nahe treten zu wollen.

    100. Martin
      5. Juli 2010 at 11:32

      P.S. Wie wäre es mal mit weniger Hetzkampagnen gegen die Raucher? Diese Leute sind Suchtkrank und bräuchten eigentlich medizinische Hilfe. Einem Heroin Süchtigen helfen wir doch auch, oder?

    101. Ex-Stinker
      5. Juli 2010 at 11:33

      @S der Unterschied ist, dass ein Carnivorer nicht abhängig von Fleisch is(s)t und sein eigenes Handeln und Denken im Gegensatz zum Raucher immer noch weitgehend selber bestimmen kann. Der Raucher ist süchtig und lügt sich permanent was in die Tasche, um den Griff zur Zigarette zu rechtfertigen. Kippe zu Kaffee, Kippe zu Bier, Kippe nach Sex, Kippe in Gesellschaft, Kippe zu jeder Gelegenheit. Da könnte der Heroinsüchtige genauso freien Konsum in deiner Lieblingsgemüsebude fordern (in der übrigens auf brutale Art und Weise Pflanzenlebewesen getötet werden)

      Es ist doch absurd, dass die Mehrzahl der Raucher ankündigt, nicht mehr in ihre ach-so-hoch gehaltene Stammkneipe gehen zu wollen, nur weil man da nicht mehr rauchen darf. Das hat auch rein gar nichts mit dem Verlust von „Kneipenkultur“ zu tun, wie das immer wieder behauptet wird. Dieses Verhalten zeigt doch deutlich, dass es nicht um die Kneipe geht, sondern um Vermeidungsstragien um nicht auf Entzug zu kommen. Die Raucher nehmen sich ihre Kneipen doch selber weg. Warum gehen sie denn nicht mehr hin? Es geht dem Raucher in der Kneipe nicht um die Getränke, nicht um die Gesellschaft, sondern ausschließlich um das Rauchen. Eine Kneipe ist aber ein Gastronomiebetrieb, keine Fixerstube.

      Was die Steuern anbelangt, sind die Raucher meines Wissens übrigens billiger. Meist sterben Sie ja tatsächlich früher und liegen den Nichtrauchern somit weniger auf der Tasche.

    102. Martin
      5. Juli 2010 at 11:36

      Viele Autofahrer bringen ihre Post unnötigerweise mit dem Auto zum 100 Meter entfernten Briefkasten, dies ist doch genauso schlimm, wie ein schmachtender Raucher, mich stört diese einseitige Hetzte gegen Raucher total. Was ist eigentlich mit Alkohol???

    103. Martin
      5. Juli 2010 at 11:38

      Achja, die CDU säuft gerne ihr Bier auf Parteitagen, deswegen darf es keine Hetze gegen Alkoholiker geben.

    104. Nichtraucher
      5. Juli 2010 at 11:41

      Hast Du nichts anderes, worüber Du Dich aufregen kannst? Beneidenswert!

    105. Olaf
      5. Juli 2010 at 11:44

      Ist doch erstaunlich, wie sich die Leute wegen ein paar Drogenabhängigen in die Haare kriegen.

    106. brandi
      5. Juli 2010 at 11:51

      Wie kann man eigentlich die Sichtweise der „militanten“ Nichtraucher nicht sehen/verstehen wollen???

      Natürlich schaden andere Dinge ebenso (Auto, Fett essen, Alk) – aber entweder schaden sie NUR einem selbst (abgesehen von finanziellen Folgen wie höheren Behandlungskosten beim Arzt) ODER man ist möglicherweise auf sie angewiesen, weil die Alternativen nicht existieren oder schlecht sind (Auto).

      Aber Rauch in der Kneipe oder Disco schadet nun mal ALLEN, die sich darin aufhalten. Und es ist eben nicht damit getan, Nichtraucherkneipen anzubieten. Raucher werden immer in eine Raucherkneipe gehen wollen, und wenn man dann in der Gruppe nicht der Spielverderber sein will muss man auch als Nichtraucher halt mitgehen (so tolerant sind nämlich Raucher, dass sie hier Rücksicht nehmen würden). Der Geruch, der danach an einem haftet ist einfach nur widerlich und ekelhaft, das Einatmen schädlich. Es ist einfach in keinster Weise einzusehen, warum man sich als Nichtraucher diesem aussetzen sollte.

      Es eben fast unmöglich, dem Rauch zu entgehen, wenn man mit seinem Freundeskreis abends weggehen will, den es dann – auch bei mehrheltich Nichtrauchern in der Gruppe – natürlich in eine Raucherkneipe zieht. Deswegen ist ein striktes Rauchverbot das einzig richtige. Wenn ich derart asozialem Verhalten ausgesetzt bin, muss eben ein Verbot her. Ich habe übrigens nichts gegen Genussraucher, die sich draußen oder zuhause mal eine Zigarre oder so anzünden – aber die meisten Zigarettenraucher sollen doch bitte nicht so tun, als ob sie genießen würden. Es ist schlicht Gewohnheit und Sucht.

      Naja, eigentlich egal, was ich hier schreibe, von den Gegnern wird einem ja doch wieder Kleinkariertheit und Intoleranz vorgeworfen und mit unpassenden Beispielen gekontert.

    107. klara
      5. Juli 2010 at 11:52

      Olaf, ja, alles Kranke und Kriminelle, eh nix wert, was noch drüber aufregen. Weg damit, am besten ins Arbeitslager.

    108. Martin
      5. Juli 2010 at 11:53

      Ich habe eine ganze Menge, worüber ich mich in dieser Bananenrepublik aufregen könnte, das würde wahrscheinlich für 500 DIN A4 reichen, deswegen lasse ich es lieber.

    109. Martin
      5. Juli 2010 at 11:54

      @klara:
      wie damals zwischen ’33 und ’45. Auch aufregenswert!

    110. Ex-Stinker
      5. Juli 2010 at 11:56

      Wir nähern uns Godwin’s law – die Kommentarfunktion kann somit jetzt abgeschaltet werden.

    111. THL
      5. Juli 2010 at 12:01

      @delo: „Ist aber erstaunlicherweise nicht so. Man geht nun mal meist mit mehreren Leuten (Raucher und Nichtraucher) gemeinsam los und in manche Kneipen geht man lieber als in andere (Stimmung/Musik/Leute/Getränkeauswahl).“

      Du rechtfertigst also deine individuelle gesundheitliche Unversehrtheit mit Gruppenzwang. Also diese „Entkräftung“ für o.g. „“Argument““ (doppelte Anführungszeichen durchaus Absicht). Wenn dir das so wichtig wäre, dann hättest du sicherlich die richtigen Argumente deine Freunde zu überzeugen da hinzugehen, wo du willst oder (welch radikale Idee) fernzubleiben. Wenn es deine Freunde sind, mögen die dich dann auch immer noch (um eine weiteres viel zu breitgetretenes Klischee mit in die Diskussion zu bringen).

      Meine Entwicklung ist leicht umgekehrt. Ich komme aus einem militanten Nichtraucherhaushalt und bin dennoch Raucher, seit nunmehr 10 Jahren. In dieser Zeit war ich immer durchweg tolerant gegenüber Nichtraucher, welche sich an einem der unzähligen negativen Faktoren des Rauchens gestört haben und habe stets Rücksicht genommen.

      Die Einführung der Nichtraucherschutzgesetze in ihrer bisherigen Form habe ich auch wohlwollend begrüßt. Ich leide nicht unter Gedächtnislücken: ich weiss, wie die ersten 20 Jahre meines Lebens ausgesehen haben. Dennoch erschreckt/erschrickt/tut es mich erschrecken, wie die Haltung gegenüber Rauchern in Deutschland immer und immer feindseliger wird.

      Ja, jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und Passivrauchen steht dazu im Widerspruch. Dennoch gehört sowas nur bedingt in die Hand des Staates. Rauchverböt in Behörden, Schulen, etc: liebend gerne. Nicht nur wird damit der Jugendschutz eingehalten, es gibt auch weniger schelchte Vorbilder, etcetera pe pe, alle diese Sachen Nichtraucher toll finden, da sie auf dem Papier Sinn machen und funktionieren.

      Aber zu begrüßen, dass die Politik das Gewerbe so einschränken darf übersteigt meines Erachtens deren kompetenz. Jeder Mensch, welcher ein Gewerbe aufmacht, hat Vorstellungen und Strategien, wie er dieses erfolgreich führen möchte (sprich Zielgruppe sondieren und ansprechen). Aber nun sorgt „das Volk“ dafür, dass eine komplette Zielgruppe quasi nicht mehr in der Kalkulation eines Wirtes existieren kann. Als nächstes müssen die Spielautomaten verschwinden (spielen ist ja auch ne Sucht und mich nervt das Gedudel. Ja, Krach ist Umweltverschmutzung und gesundheitsschädlich). Druff jeschissen, ich will jetzt keine Utopie ausmalen. Dafür hat jeder genug Phantasie… auch unsere Politiker.

      Um es auf den Punkt zu bringen: ja, liebe Nichtraucher, ich verstehe euch und ihr habt mit fast allem Recht, was ihr sagt. Es ist nur ein Armutszeugnis, dass ihr den Staat regeln lassen wollt, was ihr in der freien Marktwirtschaft nicht alleine hinbekommt. Vor den ganzen Nichtraucherschutzgesetzen gab es Nichtraucherlokale, aber davon wusste kaum jemand was. Wieso? Die Nachfrage war nicht da. Das waren Insidertips.
      Ratet mal, was die neuen Insidertips in Bayern werden? Mit dem Unterschied, dass das, was da gemacht wird illegal ist. Folgen? Katz-und-Maus-Spiel zwischen denen in Grün und denen in Zivil und der nicht ganz haltlose Gedanke, das nicht das einzig Illegale an solchen Orten bleiben wird.

    112. 5. Juli 2010 at 12:06

      Word!

    113. Pingback: Froschs Blog » Blog Archive » Militante Nichtraucher

    114. 5. Juli 2010 at 12:15

      @Martin

      Man kann es nicht oft genug sagen: Ein Säufer schädigt nur sich selbst, der Raucher aber schädigt andere. Und wie der Artikel auch sagt: Ihr könnt Euch gerne umbringen, auf die schnelle oder langsame Methode, vollkommen egal – aber lasst andere dabei aus dem Spiel.

      Deswegen funktioniert die Droge mit deutlich geringerem Suchtpotential – nämlich Alkohol – als Argument in etwa genausogut, wie der verzweifelte Versuch, Leute, die sich nicht mehr vergiften lassen wollen, in die Naziecke zu schieben.

    115. Pingback: Dentaku » 343max: Liebe Raucher, Ihr stinkt!

    116. Uwe
      5. Juli 2010 at 12:20

      „Ihr stinkt auch nach Schweiß und stink!“ erinnert mich an meine Kindergartenzeit, als der scheinbar Überlegene in einem Streit seinen Satz mit „Nä nä nä nä nä näää nääääääääää!“ beendete und sich ungeheuer groß und siegreich vorkam. Meist war er aber dennoch nur ein armer Tropf dem die Argumente ausgegangen waren.

      Ja, werte Raucher, Nichtraucher stinken zuweilen auch nach Schweiß. Das ist aber kein Privileg der Nichtraucher, das betrifft auch die Raucher. Außerdem stellt die von einem nach Schweiß stinkenden Menschen ausgehende Belästigung für niemanden eine Gesundheitsgefährdung dar.

      Bemerkenswert sind auch die Bemühungen der Raucher ihre Sucht als Wirtschaftsförderung der Not leidenden Wirte zu verkaufen. Dass sie sich dabei nicht selber lächerlich vorkommen… Wer weiss, vielleicht tun sie es ja doch.
      Max, vielen Dank für den Artikel!

    117. klara
      5. Juli 2010 at 12:21

      @Holger: Die vollgesoffenen Autofahrer die Leute umfahren gibt es ja gar nicht. Die Vollgesoffenen Horden die durch die Strassen ziehen, rumlärmen, randalieren am Wochenende, die gibt es ja gar nicht. Mehr Gewalt von Vollgesoffenen die sich nicht mehr unter Kontrolle haben, die gibt es ja gar nicht. Alles nur im Land der Fantasie …

    118. Martin
      5. Juli 2010 at 12:24

      @THL
      Bin deiner Meinung.
      Diese einseitige Hetzjagd auf Raucher ist total übertrieben.

      Z.B. Das neue Kohlekraftwerk in Hamburg wird die Feinstoffbelastung (wahrscheinlich ähnlich Schädlich wie Tabakrauch) erhöhen und ist somit für alle Hamburger Schädlich. Aber nur wenige hetzten gegen die Kohlekraftversorger so stark wie gegen die Raucher… Wieso nicht?

    119. S.
      5. Juli 2010 at 12:26

      @Robert: Nein, ist es nicht. Ich ertrage einfach den Geruch nicht und wie schon gesagt, ich kenne viele Vegetarier, denen es ähnlich geht, wie mir. Komischerweise bin ich auch Nichtraucherin. Komischerweise setze ich mich dem Rauch auch nicht aus. Aber komischerweise reicht mir das bestehende Nichtrauchergesetz sehr gut aus.

    120. klara
      5. Juli 2010 at 12:30

      ihr gebt einfach freiheiten auf für angebliche sicherheiten. alles nur zum wohle der volksgesundheit. aber das verlogene daran, dass uns das gesellschaftssystem viel viel mehr schadet als der bisschen tabakrauch, das wird einfach so ausgeblendet. ihr macht es euch doch total einfach. einfach lächerlich über was abgestimmt wurde, es läuft viel wichtigers viel falscher, aber das wird ignoriert.

    121. THL
      5. Juli 2010 at 12:33

      @Uwe: Danke, dass du meinen IMHO relativ neutral und einsichtigen Kommentar in einer überspitzen Karikierung zusammenfasst. Da hätte ich mir die anderen 5 Absätze ja glatt sparen können.

      Der wirtschaftliche Aspekt ist keine Bemühung der Rechtfertigung meines Suchtverhaltens. Entschuldige, dass ich den Horizont vom reinen Raucher/Nichtraucherbashing zur argumetativen, emotionsloseren Schiene des Rechtes der Politik sich so gravierend in die Wirtschaft einzumischen, verschoben habe.
      Zum einen wollte ich nicht wiederholen, was andere hier schon mehrmals erwähnt haben, zum anderen gebe ich den Nichtrauchern vollkommen Recht mit ihren Argumenten. Nichtsdestotrotz ist das WIE hier entscheidend: Eigenverantwortung abgeben und das den Staat regeln lassen. Das hat historisch gesehen auf lange Sicht nie gut (im Sinne von Zufriedenheit des Volkes) funktioniert.

    122. klara
      5. Juli 2010 at 12:39

      ich rauch auch kleine kinder.

    123. Rotti
      5. Juli 2010 at 12:53

      some people have real problems.

    124. Max Winde
      5. Juli 2010 at 12:54

      @Ex-Stinker Ich warte noch auf den Godwin, möchte sehen, wer verliert.

    125. Jonas
      5. Juli 2010 at 12:58

      Ich verstehe einfach nicht diese kinderhaften Vergleiche hier. „Aber das Kohlekraftwerk schadet doch auch der Gesundheit“. Aber macht es das besser ? Nur weil gegen ein Kohlekraftwerk in Hamburg nicht protestiert wird, heißt das doch nicht das man nicht gegen Passivrauchen vorgehen sollte. Auch das Argument, dass Nichtraucher doch bitte in Nichtraucherkneipen gehen sollen bzw. ihren Freundeskreis doch bitte dazu überzeugen sollen dies zu tun wenn es sie so stört ist ein bisschen kurz gedacht. Wenn in deiner Stammkneipe plötzlich Heroinabhängige ihr Unwesen treiben und man nicht mehr weiß wo man sich ohne Bedenken hinsetzen kann – will man doch auch dass diese die Kneipe verlassen und lässt sich Forderungen wie „such dir doch ne andere Kneipe“ nicht gefallen.

    126. Tim
      5. Juli 2010 at 12:59

      Für mich ist die Sache klar:

      Ich möchte nicht passiv zugequalmt werden.
      Leider gibt es einige Kneipen wo noch geraucht werden darf und da einige meiner Freunde krank sind, muss ich wenn ich will mit ihnen in diese Kneipen und da Passivrauchen. Das ist dann aber meine freie Wahl, diese möchte ich für mich haben.

      Und nach der Goldenen Regel „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ soll auch jeder andere diese Wahl haben. Und damit auch jeder, der in einer Kneipe arbeitet. Schon allein daher sollten die Raucher mal Verantwortung für ihre Umwelt beweisen und zum Rauchen eben raus gehen – wie in Irland, Frankreich oder sonst wo.

      Und kommt mir nicht mit der Freiheit der Berufswahl. Gerade viele Kellner haben nicht umbedingt die Wahl, wo sie arbeiten wollen.

      Das Problem ist, das man micht Süchtigen diskutiert. Und wenn ein Süchtiger seine Gewohnheiten ändern soll oder in seinem Konsum behindert werden soll, dann kommt man mit Vernunft nicht weit.

    127. Max Winde
      5. Juli 2010 at 13:00

      @THL: Es hat auf lange sicht nie gut Funktioniert Verantwortung an den Staat abzugeben?
      Ich hätte da bei Bedarf eine handvoll Gegenbeispiele.

      Und gerade in Bezug auf den Nichtraucherschutz ist doch nun über Jahre lang hinreichend klar geworden, dass Eigenverantwortung absolut nicht funktioniert. Genau darum musste der Staat ja einschreiten.

    128. Tim
      5. Juli 2010 at 13:02

      Und WIE in Bayer entschieden wurde ist doch das beste überhaupt!

      Demokratisch! Alle schreien immer, die bösen Politiker haben doch längst den Kontakt zum Volk verloren!

      Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft, die sich im optimalen Falle selbst den Rahmen setzt, in dem sie leben möchte. Und zum Schutz der eigenen Mitglieder gibt es auch Beschränkungen. Wenn diese nun durch Mehrheitsentscheid nach umfänglichen Austausch der Argumente getroffen werden (und eben nicht im Hinterzimmer von Parteien) – ja perfekt!

    129. Delo
      5. Juli 2010 at 13:16

      @THL Nach der gesamten Diskussion hier glaubst Du noch, ich könne Raucher mit Argumenten vom Nichtrauchen überzeugen? Oder Nichtraucher vom Rauchen? 😉

      Ich habe wirklich gute und langjährige Freunde. Trotzdem sind einige dabei, die mich bei einem „könnt Ihr bitte nicht/draußen rauchen“ nur kurz anlächeln und sich dann eine anzünden (solange wir nicht bei uns feiern, da rauchen alle problemlos draußen). Wir waren vor kurzem zu sechst in einer rauchfreien Kneipe mit separatem Raucherbereich, drei Raucher, drei Nichtraucher. Was meinst Du, wo wir die gesamte Zeit gesessen haben? Natürlich hätte ich mich allein in den Nichtraucherbereich setzen oder nach Hause gehen können. Nur sich sozial zu isolieren bringt’s irgendwie nicht.

      Nächstes Beispiel: Treffen der Handballmannschaft, von 12 Personen vier Raucher. Resultat: wir sitzen wieder geschlossen im Raucherbereich.

      Zu Deinem Argument, der Wirt solle in Eigenverantwortung handeln: er hat doch gar keine Chance, wenn es keine gesetzliche Regelung gibt. Ungefähr ein Viertel der Bevölkerung raucht – die lasse ich als Wirt doch schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht freiwillig außen vor. Denn ich glaube, dass Nichtraucher eher mit in eine Raucherkneipe gehen, als Raucher in eine Nichtraucherkneipe.

    130. 5. Juli 2010 at 13:17

      @Max, @Tim
      Stimme ich voll und ganz zu. Hier empört man sich ob der angeblich beraubten Freiheit zu rauchen. Aber in der Wirklichkeit möchte man einfach nicht aufhören, die eigenen Rauchrituale aufzugeben, man möchte auch nicht an diese verschwörerischen Nicht-Rauchen denken, die hier und da lauern und nur darauf zu warten, einzuatmen wollen zu wagen. Man möchte halt egoistisch da rauchen, wo einem es passt, ohne Rücksichte auf andere – geschweige denn auf sich selbst (was spielt denn die Gesundheit heutzutage – bei all den Autos und Kernkraftwerken).

      Und dieses Egoismus zerstört die Gesellschaft, weil es tief in den Abgründen der Ich-Will-Ich-Werde-Mentalität brodelt, bis es irgendwann ausbricht.

    131. Martin
      5. Juli 2010 at 13:22

      Man sollte mehr Unterstützung für Raucher anbieten, um ihnen das Aufhören mit der Qualmerei zu erleichten.

    132. klara
      5. Juli 2010 at 13:27

      ich will von euch gar nicht geheilt werden. ich werd weiter pubsen, euch vor die tür kacken, rumkotzen, rauchen, schreien, leben, die sau rauslassen. eure sterile startrekgesellschaftsseifenblase wird eh genauso platzen wie euch der kapitalismus um die ohren fliegt der noch ungesünder ist als das wilde leben. wir sind nicht krank, glaubt mal.

    133. Martin
      5. Juli 2010 at 13:33

      Wer die Gesellschaft ändern will, sollte einen klaren Kopf haben. Und das geht nunmal nur ohne Drogen. (Leider)

    134. 5. Juli 2010 at 13:39

      Ach und übrigens, ich warte ungeduldig, wenn Kapitalismus uns endlich um die Ohren fliegt – dann gibt hoffentlich es keine Tabak-Industrie mehr 😉 (Wunschgedanken)

    135. Delo
      5. Juli 2010 at 13:42

      @klara Nach dem Posting würde ich mit Dir gerne mal einen Trinken gehen – gerne auch in einer Raucherkneipe 🙂

    136. 5. Juli 2010 at 13:43

      Herrlich viel Polemik. Danke Max. 🙂
      Ach, aber den Punkt hast du nur halb getroffen. Es geht ja nur teilweise ums stinken. Es geht darum, dass mir die Raucher Lungenkrebs anhängen wollen. Das ist nur eine sehr sehr schleichende Form von Totschlag. Ich will die Raucher nicht heilen, sie zahlen ja Steuern mit ihrem Qualm. Ich bin aber dafür, dass sie zuhause ihre Steuern zahlen, ihre Bude vollqualmen und all das was du schon so schön aufzählst machen – eben zuhause. Ihre Kinder und wer noch so ihre Bude betritt können wir nicht retten. Retten können wir aber uns und unsere schönen öffentlichen Einrichtungen.

    137. Martin
      5. Juli 2010 at 13:45

      Und ein kleines Kohlekraftwerk im Keller mit Schornsteinausgang in die Wohnstube.

    138. 5. Juli 2010 at 13:53

      ganz schön aufregend, dein text … erst mal eine rauchen. 😀

      Nee, im Ernst. Bei allem Gestank und Gestänkere, sollten Raucher wie Nichtraucher nicht vergessen, dass es um Leben geht. Die einen können nicht ohne, die anderen wollen zu Recht nicht mit dem blauen Dunst auskommen müssen. Nur mit Beleidigungen ist bis dato noch keiner weiter gekommen – weder die Raucher, die nicht kapieren, dass sie nicht nur ihr eigenes Menschenleben riskieren, und auch nicht die Nichtraucher, die in hohle Polemik verfallen und frei nach dem Motto: „Alle in einen Sack – und Knüppel drauf, es trifft eh die Richtigen“, genauso „effektiv“ vorgehen. Love & Peace (und vielleicht ein kleiner Joint? Das wird ja wohl noch erlaubt sein…)

    139. Hyperkeks
      5. Juli 2010 at 14:13

      „Hetzjagd auf Raucher“

      Selten so gelacht.

    140. 5. Juli 2010 at 14:20

      Ich rauche gern. Relativ viel. Schon relativ lange.
      Sicher habe ich mit den Jahren eingesehen, dass es eigentlich eine Sucht ist. Sicher habe ich Schwierigkeiten, wenn ich bei einer langen Bahnfahrt nicht mehr rauchen kann. Angekommen gibt’s dann zwei Lungenfrühstück nacheinander und meine Welt ist wieder in Ordnung. Bei Öffentlichen Verkehrsmitteln sehe ich es auch ein und Raucherabteile in der Bahn waren auch für mich als Raucher oft eine ziemliche Zumutung. Kalter Rauch ist eklig. Das weiß ich auch.

      Aber wenn Bayern Schule macht, kann ich nicht mal im Hinterzimmer meiner Lieblingskneipe mit Freunden ein Bier trinken und WM oder sonstwas schauen. Dann wird der Wirt wohl künftig zu mir nach Hause kommen müssen, denn seine ehemaligen Gäste werden da sein und rauchen, ein Bierchen trinken und WM oder sonstwas schauen. Schade für ihn. Aber so werden es auch andere Gäste sehen.

      Wenn bundesweit Tempo 130 eingeführt wird, wird auch Porsche kaum mehr Autos verkaufen als jetzt. Oder kauft Ihr Euch einen Sportwagen, weil man damit gesittet fahren kann?
      Gruß Frank

    141. 5. Juli 2010 at 14:22

      Ach, herrlich! „Liebe Raucher, Ihr stinkt!“
      Treffender hätte man es nicht sagen können.

      Wenn jemand raucht, habe ich kein Problem damit – solange mir nichts aufdrängt wird. Ich bin noch in dem Alter, in dem man (normalerweise) alles ausprobiert und da ist es nicht selten, dass jemand kommt und sagt „hey, probier doch auch mal“. Erst von zwei Leuten habe ich gehört „ich find gut, dass du nicht rauchst – ich finde es bescheuert, wenn man einem Nichtraucher eine Zigarette anbietet“.

      Mehr dazu schreiben will ich gar nicht. Die Probleme des Rauchens – die ewige Debatte um das Rauchen – sind ja sowieso in aller Munde…

    142. Pingback: Nicolas Semak :: Blog

    143. klara
      5. Juli 2010 at 14:44

      @Merzmensch das bisschen tabak baun wir uns dann auch noch selbst an. bei dem temperaturen ja gar kein problem.

    144. 5. Juli 2010 at 15:00

      Na dann wird es ja auch OK sein – übertrieben viel wird nicht geraucht, da kann ich ja auch wieder in die Kneipe zurück 🙂

    145. klara
      5. Juli 2010 at 15:02

      senkenberger, der dutschke der nichtraucher und max macht den fritz teufel.

    146. Carlos
      5. Juli 2010 at 15:18

      HALLLLLLO
      Schön wie ihr euch hier behackt !!!!

      Macht das doch mal vor Ort in einer Kneipe …

      DA seid ihr dann wieder mal zu feige ne Diskussion mit dem GEGNER anzufangen.

      So kenn ich euch …
      FEIGLINGE

      PS: Ihr habt alle Recht !

      Tausche Qualm gegen FREE Wifi in jeder Kneipe. Das wär doch mal was wofür es sich zum Kämpfen lohnt ?

    147. Mithos
      5. Juli 2010 at 15:21

      Raucher beeinträchtigen mich in meiner Rauch-Freiheit. (Merke: Freiheit ist immer die Freiheit des Anderen)

      Liebe Raucher, wenn ihr rauchen wollt, ist das eure freie Entscheidung. Wenn wir Nichtraucher passiv mit-rauchen müssen, ist das keine freie Entscheidung. Wir müssten uns erzwungener Maßen entfernen, wenn wir nicht mit rauchen wollen (sofern wir die Möglichkeit überhaupt haben).
      Wenn ihr rauchen wollt, geht gefälligst nach draußen und haltet Abstand von Nichtrauchern. Alles andere ist Nötigung zum passiv rauchen.

      P.S.: Ihr stinkt.

    148. Pingback: Rauchverbot: 10 T-Shirts zum Thema Rauchen oder Nichtrauchen | Das deutsche Spreadshirt-Blog

    149. WohlduftenderNichtraucher
      5. Juli 2010 at 15:47

      Oh, da spricht mir aber einer aus dem Herzen.

      Lieber Max, ich mag den Text sehr.
      Werde mich jetzt sofort bei Flattr anmelden, um diesen Beitrag zu flattrn.

      Nicht nur Menschen, die Kneipen besuchen oder am Nachtleben teilnehmen, stinken. Am härtesten trifft es junge Menschen, die in Kneipen als Bedienung arbeiten und Nichtraucher sind. Tag ein, Tag aus sind sie dem Passivrauchen ausgesetzt. In einer Kneipe zu arbeiten wie sich einem Pharmakonzern als Proband zur Verfügung zu stellen, nur mit schlechterer Bezahlung.

      Als Nichtraucher ist es so schwer dem Rauch der Raucher zu entfliehen. Sitze ich an der Bushaltestelle, kommt ein rauchender Raucher und setzt sich neben mich und STINKT MICH VOLL!. Fahre ich im Bus, setzt er sich vor mich und STINKT WEITER.
      Ich stelle immer wieder fest, dass Raucher kein Bewusstsein für ihren Gestank haben.

      Vielen Dank für diesen guten Artikel

    150. 5. Juli 2010 at 16:16

      So wie ich das mitbekommen habe, ist es in Bayern schon sehr anders als in Berlin. Dort gibt es haufenweise Nichtraucherkneipen, die meisten sogar. Die, wo man rauchen kann, mußten einen Raucherklub eröffenen und anmelden. Das gibt’s aber nicht zu Hauf. Der Nichtraucherschutz in Berlin ist in der tat zu liberal, so dass man kaum noch Kneipen ohne Raucher findet. In Bayern hatten aber alle ihr Plätzchen, die Raucher und die Nichtraucher. Dort finde ich das Verbot überflüssig – bis hin zur Gängelung.

    151. 5. Juli 2010 at 16:31

      ich rauche. aber ich rege mich weder auf, noch rebelliere ich gegen irgendetwas. nichtraucher können auch stinken, begründet durch genau diese schwächen bzw. faulheit, die mich zum rauchen bringen. nur eben auf körperhygiene bezogen. und nichtraucherveranstaltungen stinken genau danach, schweißgeruch, menschengeruch.
      für mich als raucher ist der sicher ähnlich ekelhaft wie rauchgeruch für nichtraucher. und meine klamotten stinken dann am nächsten tag eben danach anstatt nach rauch.
      persönlich habe ich überhaupt nichts gegen einen kurzen gang vor die tür, und sicher gibt es haufenweise nichtraucherkneipen – natürlich schlecht besucht, befindet sich doch in jeder runde ein raucher, der bei dem vorhaben, eine solche zu besuchen, erst einmal kräftig rumjammert.
      du scheinst einen sehr militanten kreis von rauchern zu kennen, denn deine einstellung erscheint mir völlig „nichtraucherextremistisch“.
      ohne mich hier unverbesserlich auf eine seite schlagen zu wollen: ich finde es schade, dass es so kommen musste, und es eben leider keine einigung beider parteien gab, keinen kompromiss, sondern es gleich völlig verboten werden musste. ich werde darunter nicht leiden und meine einstellung weiter fahren.
      ein absatz gibt mir dann aber doch zu denken. ich mag diesen fettgestank auch nicht. aber wenn das auch noch verboten wird, weil es übel riecht und den leuten mißfällt – ungesund kann es ja bei übermäßigen konsum auch sein – dann möchte ich aber bitte auch eine deo-pflicht für restaurants und bars.

    152. klara
      5. Juli 2010 at 16:47

      ich tröste mich nun so: was die mehr mehrheit wollte war schon immer scheisse. obs die csu war, die sed, die nationalsozialisten. die größten kassenerfolge waren auch der grösste scheiss. die regierungen die ihr gewählt habt waren auch scheisse, und euren neuen verbote sind nur vorboten auf ne noch beschissenere, verlogenere welt. fahrt weiter eure dicken autos und diskrimiert leute die pflanzen inhalieren.

    153. 5. Juli 2010 at 16:57

      Was mir zum Titel gerade einfällt: Sebastian Krämer – Raucher stinken

    154. ein-muenchner
      5. Juli 2010 at 17:07

      Ich bin Raucher und ich komme aus Bayern. Ich werde die Konsequenzen ziehen und zukünftig in Bayern weder in Clubs oder Kneipen gehen. Ebenso werde ich bereits dieses Jahr trotz Ausnahmegenehmigung auf den Besuch des Oktoberfests verzichten umd euch nicht weiter zu gefährden.

      Ich frage mich nur, warum ich, seit ich dies kundtue, permanent von Nichtrauchern angegriffen werde, dass ich dennoch in die Kneipen gehen solle, denn die Wirte könnten schließlich nichts dafür.

      Ich bin allerdings nach dem Wahlergebnis davon überzeugt, dass für jeden fernbleibenden Raucher jetzt zwei Nichtraucher im Durchschnitt 3mal die Woche weggehen werden und die Wirte in den teilweise durch die Pro-Liga zitierten Studien den fetten Reibach machen, nachdem auch die verbliebenen 10% der bayerischen Gaststätten jetzt an Attraktivität für Nichtraucher gewonnen haben.

      Tut uns aber einen Gefalle, ladet uns nicht mehr in Kneipen ein, unsere Klamotten stinken Euch immer noch tot!

    155. Pingback: Linkscheucher – 30.06.2010 bis 05.07.2010 - Der Pixelscheucher

    156. 8%
      5. Juli 2010 at 17:59

      Ein Lokal ist ein Ort, wo jemand seine Getraenke und vielleicht Speisen seinen Gaesten mit Sitzplaetzen anbietet. Dieser darf auch entscheiden ob dort geraucht werden darf oder nicht.

      Ein Lokal ist kein Park oder Schule. Es ist nicht SO oeffentlich wie diese.
      Dass ein Lokal mit dem Staat und der Gesellschaft „vernetzt“ ist, durch Steuern, Zuschuesse, und keine Ahnung das ist mir schon klar, doch das sind wir alle. Was kommt als naechstes? Wird da jedem Menschen das Rauchen verboten weil wir diese Krankenversicherungen zahlen?
      In so einem Staat will ich nicht leben.

      Ihr habt eben einmal Pech gehabt.
      Recht ist das des anderen, voellig richtig.

    157. 5. Juli 2010 at 18:30

      Hat eigentlich schon mal jemand dran gedacht den armen Wirten zu sagen, dass vielleicht bei einem generellen Rauchverbot mehr Nichtraucher zu Ihnen kommen? Oder ist so weit denken schon zu viel verlangt?! Also ich würde mir definitiv bei einem generellen Rauchverbot in Kneipen überlegen ob ich die nächste WM/Bundesliga-Saison nicht in der Kneipe um die Ecke schauen will.

      Außerdem haben die Iren den blauen Dunst auch aus ihren Pubs verbannt, wieso kriegen nur wir Deutschen das nicht hin?!

    158. Ingo
      5. Juli 2010 at 18:36

      Kurze Frage – die „Pro-Rauch“-Fraktion hat aber schon verstanden, dass es hier nicht darum geht, ob ihr Euch schädigt, oder?
      Es geht darum, dass ihr andere körperlichen Schaden zufügt, der über das stinken wohl hinausgeht. Um es einmal wortwörtlich zunehmen, ist das Verhalten von Rauchern, die in geschlossenen Räumen mit Nicht-Rauchern sind, „a-sozial“.
      Ich bin in einer Raucherfamilie großgeworden und der einzige Nichtraucher. Ich ging jahrzehntelang in Discos und der Rauch hat mich immer genervt, aber nicht sosehr gestört, dass ich dort nichtmehr hin wollte. ABER – ich verstehe, dass Nichtraucher objectiv gesehen die besseren Argumente haben.

    159. Luisa
      5. Juli 2010 at 19:06

      Nachdem wir das Raucherstinkproblem jetzt endlich geregelt haben, können wir uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren! Ich habe mich schon mal umgehört – was sehr nervt, sind: Plärrende Kinder, schwitzende Dicke in öffentlichen Verkehrsmitteln, aggressive Araber und langsame Fahrradfahrer über 60. Wen sägen wir als nächstes ab? – Ich bin für die fetten Schweine!

    160. 5. Juli 2010 at 19:12

      Wahre Worte, wahre Worte, max.
      Wirklich toll geschrieben. Kann ich nur 100% zustimmen!

    161. 5. Juli 2010 at 19:45

      Auch finden wir euren Kampf für die Freiheit, jederzeit und überall alles vollstinken zu können durchaus beachtlich

      Nichts verstanden. Und auch deine Überschrift „Ihr stinkt“, macht deutlich, dass das Gegenteil von dem, was du in diesem Artikel offenbar suggerieren willst, der Fall ist.

    162. Pingback: Notizblog » Die Dummschwätzer-Conspiracy: Rauchen

    163. Pingback: Weg mit den Stinkern?! | Rot steht uns gut

    164. m@rcus
      5. Juli 2010 at 22:04

      Nix gegen Drachenfliegen, bitte.

    165. Butti
      5. Juli 2010 at 22:11

      Sorry, aber „Ihr stinkt“ ist keine Diskussionsgrundlage, sondern schlicht unverschämt. Entfollowed.

    166. Max Winde
      5. Juli 2010 at 22:13

      @Butti: Nein, es ist keine Diskussionsgrundlage, es ist ein Fakt. Was bitteschön ist daran eine Unverschämtheit?

    167. Pingback: links for 2010-07-05 | Too much information :: toomuchinformation.de

    168. Butti
      5. Juli 2010 at 23:17

      @Max Nein, das ist kein Fakt. So schwer zu verstehen, dass ich mit Menschen, die „du stinkst“ zu mir sagen, nicht diskutieren möchte?

    169. Max Winde
      5. Juli 2010 at 23:23

      @Butti: doch, das ist ein Fakt. Zigarettenrauch stinkt. Und darum Stinken zwangsläufig auch Raucher. Das ist kein Duft von in Honig gebadetem Rosenholz, was da aus einem Aschenbechern kommt.

    170. Pingback: Rauchverbot – Bayern ist nur der Anfang | Teo-Net

    171. Thomas
      6. Juli 2010 at 08:01

      Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass angeblich alle Nichtraucher und alle Raucher ein und die selbe Person zu sein scheinen. Mehr schwarz-und-weiß als dieser Artikel geht ja kaum. Und wenn du keine Kneipe kennst in der nicht geraucht werden darf solltest du vielleicht besser hingucken. War grade letzte Woche in einer.

      Und wenn’s dir oder euch, denn du sprichst ja offensichtlich für alle Nichtraucher der Welt, um den Gestank geht: Ich hätte da noch einige Vorschläge. Keine Autos, keine Knoblauchsoßen, kein Alkohol und so weiter. Reicht ja erstmal. Alles ziemlich unangenehme Begleiterscheinungen des menschlichen Lebens. Besonders schön, morgens in der U-Bahn, wenn die Leute ihr zehntes Bier aufmachen oder sich den gerade gekauften Döner reinziehen. Stört’s mich? Ja. Soll man’s verbieten? Nö.

      Das einzige Argument, das in meinen Augen Sinn macht, ist das Passivrauchen. Aber den Gestank als Hauptargument anzuführen ist wirklich sehr seltsam. Ansonsten bin ich für das Rauchverbot in Restaurants und ähnlichen Orten, denn ich sehe ein, für eine Zigarette nach draußen zu gehen. Nach deinem Artikel dürfte ich danach aber auch nicht wieder rein oder?

    172. 6. Juli 2010 at 08:40

      Du schriebst:

      „Mir ist in Berlin nicht eine Kneipe bekannt, in der man nur einfach ein Bierchen trinken kann, ohne dass dort auch geraucht oder gegessen würde. Jede Kneipe stinkt nach Kippen oder nach Fett.“

      Sag, heißt das, dass du auch das Essen in Kneipen gerne verbieten würdest?

    173. 6. Juli 2010 at 09:06

      Ich bin ja ein großer Freund von Verallgemeinerungen, daher hab ich „den Nichrauchern“ jetzt einfach mal antworten müssen. Aber nicht aufregen, ist ja nur Satire.

      Also:
      Liebe Nichtraucher, Ihr stinkt.

      Eure Überheblichkeit dringt aus jeder Pore, sie umweht Euch wie billiges Parfum, das zu lange getragen wurde. Es ist ein süßlich-beissendes Gemisch aus Moralin und Arroganz, das mir in die Nase steigt, ähnlich übersäuertem Übergebenem.
      Euer Gestank wiedert mich an, jedesmal wenn ich an der Bushaltestelle hinten beim Mülleimer stehe und still und heimlich eine Zigarette rauche.
      Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, tragt Ihr Euren Heiligenschein wie ein Schild vor Euch her, durchkommen nicht möglich als Aussätziger.
      Spart Euch auch Euren mitleidig-angewiederten Blick, lasst Eure Augenbrauen einfach mal da wo sie waren, bevor ich mir eine angesteckt hab und entspannt Euch mal.
      Ihr müsst jetzt auch ncht laut rumhusten, ich mach sie ja schon aus.
      Schmeckt jetzt eh nicht mehr, Ihr habt sie verdorben, mit Eurem Gestank.
      In Eurer Gegenwart bleibe ich Nichtraucher, eine Zigarette würde Euren Gestank nur noch schlimmer machen. Wie der Schweiss einem dicken Kind beim Kuchen essen, rinnt die Ablehnung dann Eure Körper hinunter, bis ich wate in einem Gemisch aus Wut und Hass.

      Nein Danke.

      mfg mell

    174. 6. Juli 2010 at 09:12

      Oh, wie schön geschrieben! Punktgenau getroffen! Danke für den unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Lesespass!

      Und ja, Frittenfett stinkt auch, drum wähl ich auch Lokale, wo es nicht stinkt. Weder nach Rauchern noch nach Fritten. Und wenn _ein_ profitgeiler Wirt das Rauchen erlaubt (und der würde alles drauf setzen, denn ihm ist Eure Gesundheit so was von egal, solange die Kohle fliesst), werden die anderen es auch tun, aus Angst, dass keiner mehr kommt.

      Und jetzt wo das Rauchen überall verboten wird, herrscht endlich die Gleichberechtigung und nur die Kneipen, die gut und fleißig sind (nicht nach Fett stinken, leckeres Essen zaubern und feine Drinks mixen), bleiben bestehen. LG

    175. Max Winde
      6. Juli 2010 at 09:15

      @Claudia: geee-nau.

    176. Pingback: Angelegenheiten - Aus dem Kopf schlagen

    177. _Flin_
      6. Juli 2010 at 11:17

      Prima so ein Kommentar über einen bayerischen Sachverhalt aus… Berlin.

      In Bayern gabs auch vor der Volksabstimmung kaum noch Kneipen, in denen man rauchen durfte.

      Insofern ist diese Volksabstimmung nichts weiter als ein typisches Beispiel für „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“ Nach dem Motto: „Ich rauche nicht, drum sollt ihr das auch nicht.“

      Aber der Berliner meint ja sowieso, er ist der Nabel der Welt.

      #fail

    178. Max Winde
      6. Juli 2010 at 11:55

      @_Flin_ Ach! Bis eben war ich mir doch sehr sicher, dass es auch außerhalb von Bayern Raucher gäbe.

    179. Tor
      6. Juli 2010 at 13:13

      Jaaa, wunderbar auf den Punkt gebracht. Es stinkt…

      Allerdings hatte ich als Nichtraucher in Bayern kaum Probleme mit den Ausnahmen. Was ganz anderes bei den Besuchen im vollgequalmten Saarland. Sollte die Entscheidung in Bayern allerdings dazu führen, dass auch woanders die vielen Ausnahmen endlich mal einer „sauberen“ Lösung weichen, dann hurra 🙂

    180. 6. Juli 2010 at 13:42

      Schöner Kommentar!

      Hab ich gleich mal geflattert und ergänze: Kultur auf der Kippe

      http://www.philibuster.de/themen/breitseite/kultur-auf-der-kippe.html

      Gerade haben die Bayern für ein „kategorisches“ Rauchverbot votiert. Jetzt will man das Qualmen gar bundesweit untersagen. Gut für die Gesundheit, aber schlecht für die Kunst. Eine Polemik.

      Herzlich,
      Michael

    181. Theo Stadtmüller
      6. Juli 2010 at 13:59

      Militante Nichtraucher

      Ich möchte die militanten Nichtraucher sehen, wenn man ihnen das Auto verbietet.

      Warum kommt ihr dann in unsere Kneipen? Bleibt doch draußen wenn ihr nicht mitrauchen wollt. Ich stelle mich ja auch nicht den ganzen Tag auf die Autobahn um Abgase zu schnüffeln.

      Laßt den Rauchern ihre Raucherkneipe und den Nichtrauchern ihre Nichtraucherkneipen – alles andere erinnert mich an längst vergangene Zeiten.

    182. Florian
      6. Juli 2010 at 14:37

      Hey,

      so, ich selber bin / war auch Raucher. Ich finde deinen Beitrag einen der schlechtesten die ich bisher gelesen habe.

      Warum müssen alle immer nur eine Seite darstellen? Aus Spass?
      Es stimmt, zigaretten stinken, aber unser geruchssinn ist nicht kaputt, es liegt an der gewohnheit. Ich merke es selber, wenn ich längere zeit nicht geraucht habe.

      Dieses Raucher und nichtraucher ding ist auch so eine sache. Warum muss man es komplett verbieten? Warum kann man nicht einen Kompromiss eingehen?

      Bsp.: Überall wo es essen gibt, Rauchverbot, da wo nicht, 2 räume mit einmal nichtraucher und einmal raucher. Natürlich die Bereiche schön abgetrennt.
      // Wobei ich gestehen muss, das rausgehen zum rauchen ist auch nicht schlimm, sondern recht angenehm.

      Das problem was ihr nicht bedenkt: Die Gastronomie hat dadurch starke rückgänge.

      Im Übrigen, das Rauchverbot war nicht für euch Nichtraucher! Es war für die Gastwirte und deren Angestellten, weil diese Tagtäglich im rauch sind.

      Ich finde, wenn ein Raucher die Zigarette freiwillig ausmacht, um ein Kind nicht anzurauchen, ist das wesentlich besser, als wenns im einfach nur rechtlich untersagt ist. Und hey: kommt mir jetzt nicht von wegen „Raucher machen das ja gar nicht“ oder „Die sind sowieso alle egoistisch“ und sonstigen müll. Ihr sprecht damit nicht die breite masse an und lasst euch nur selber schlecht dar stehen.

    183. Ingam
      6. Juli 2010 at 15:22

      Hiho
      also hier steht ein argument und das lautet „Raucher stinken“
      aber heißt dasss, das jeglicher geruch der als negativ aufgefasst wird verboten werden soll….. menschen mit mundgeruch wegen magenproblemen erhalten gasmasken, fabriken müssen parfüm in ihre abgase mischen etc… und bei parfüm darf ich deiner argumentation nahc auch zu meinem fremden gegenüber in der straßenbahn sagen “ Hey geh dushcen dein Parfüm stinkt????“
      ich will hier gar nciht schönreden das rauch stinkt aber wo ist die grenze beim geruchssinn? desweiteren ist die kussargumentation auch sehr subjektiv die einen störts die anderen merken es nicht mal

    184. Pingback: Sie qualmen! « The Tilman Times

    185. Tobias
      7. Juli 2010 at 11:07

      Ich bin selbst Raucher. Ich rauche immer, und wenn ich eine Stunde nicht geraucht habe, werde ich mit jeder Minute dünnhäutiger. Ich sehe Rauchen (natürlich!) als Teil meines Lebensstils und genieße die rasende Unvernuft meines Tuns.

      Aber ich weiß auch, dass ich mir mein eigenes Grab schaufel und eigentlich nicht nur viel gesünder leben könnte, sondern vor allem viel gesünder sein könnte, wenn ich nicht rauchen würde. Allein schon deshalb versuche ich, so gut es geht, mich niemandem mit diesem Wahnsinn aufzudrängen und Nichtraucher meinen Qualm zu ersparen. Das klappt nicht immer, allein schon deshalb, weil mein suchtverbranntes Hirn mir jegliche Perspektive auf das richtige Maß raubt.

      Deshalb sind für mich Rauchverbote der einzige Weg. Man kriegt wahrscheinlich keinen Raucher dazu, freiwillig in Kneipen oder anderen öffentliche, geschlossenen Orten nicht zu rauchen, und wer nur mal von Spieltheorie und Problemen kollektiven Handelns gehört hat, wird wissen, dass man weder den Wirten noch den Gästen die Wahl lassen kann, ob sie Rauchen erlauben oder nicht bzw. eine Nichtraucher- oder eine Raucherkneipe aufsuchen (wobei der erste Fall für den letzen natürlich die Wahlmöglichkeiten schon genug einschränkt).

      Und es geht neben Stinken und Kopfschmerzen NATÜRLICH um Gesundheit. Und darum, wo wir schon bei Freiheit sind, dass meine Freiheit als Raucher aufhört, wo sie die Freiheit der Nichtraucher einschränkt. Ende.

      Und, liebe Mitraucher, bevor ihr mit den überzogenen Auto-/Schweinebraten-/Killerspiele-/sonstwas-Analogien kommt: Diese Analogien erscheinen euch nur deshalb so zwingend, weil ihr glaubt, dass Rauchen nach wie vor eine gesellschaftlich weitgehend anerkannte Betätigung ist, die allgemein anerkannte Vor- und Nachteile hat. Ich habe eine gar nicht so neue Neuigkeit für euch: Ist es nicht. In Deutschland rauchen nur noch 26% der erwachsenen Bevölkerung, und die Mehrheit ist verständlicherweise nicht mehr bereit hinzunehmen, dass ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden von einer Minderheit z.T. empfindlich beeinträchtigt wird. Kommt damit klar.

    186. Tobias
      7. Juli 2010 at 11:08

      Achja, und ein vielleicht nicht ganz unwesentliches Faktum: Rauchen wurde nicht VERBOTEN, es nur nicht mehr ÜBERALL erlaubt.

    187. Kai
      7. Juli 2010 at 13:51

      Ingam:

      Das bedeutet das man gefälligst auch den Alkoholkonsum verbieten muss, weil Leute die zu viel getrunken haben wiederlich nach Alkohol stinken.

      Als nächstes wird Dicken Menschen per Gesetz verboten sich ungesund zu ernähren und als nächstes werden gefährliche Sportarten verboten.
      Da gibt’s noch viel Potential zur Steigerung der Gesundheit des Volkskörpers…

      Das ist einer der schlechtesten, polemischen und polarisierendsten Artikel die ich in letzter Zeit lesen durfte. Pfui! Möge der Autor sich schämen.

    188. Pingback: Auf dem Trockenen | boschblog.de

    189. 10. Juli 2010 at 19:25

      Das ein relativ schlecht gemachter Artikel, der aber immerhin von den Verbotsjüngern ordentlich geflattred wurde.

      Was ist eigentlich mit all den schlecht riechenden Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit? Müssen die in Zukunft auch draussen bleiben? Die Frage, wo der Sinn darin liegt, Raucherkneipen zu verbieten, in denen Nichtraucher allenfalls freiwillig und klaglos anzutreffen sein sollten, beantwortet dieses polemische Machwerk auch nicht.

      Im Grunde bin ich ein wirklich rücksichtsvoller Raucher mit all den rücksichtnehmen Attributen, die sich maßvolle Rauchgegner wünschen, aber langsam aber sicher entwickle ich geradezu Nichtraucheraversionen. Insbesondere bei Messias Frankenberger, gegen den dieses Pamphlet allerdings wirklich.. preiswert ist.

    190. Max Winde
      10. Juli 2010 at 19:29

      @Jekylla Ja, ich bin für ein Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das war doch deine Frage, nehme ich an.

    191. Lynx
      11. Juli 2010 at 22:18

      Du kannst doch nicht Rauchen mit Drachenfliegen gleich stellen… Meine Nerven! … 🙂

    192. 12. Juli 2010 at 06:31

      Hallo Tobias,

      was für ein hammergeiler distanzierter Kommentar eines Rauchers! Das spiegelt weitestgehend meine Auffassung vor und nach meinem Entzug wider. Und es ist wirklich schlimm, was man für seine Sucht für einen Mist zusammenargumentiert, was man anhand vieler Beiträge hier auch gut erkennen kann. Ich bin jedenfalls froh, dass ich nach 11 Jahren endlich aussteigen konnte, und das, obwohl ich wirklich eine an der anderen Kippe entzündet habe. Eine Stunde Pause? Heute noch in meiner Vorstellung Horror!

      Selbst heute erwische ich mich teilweise dabei, wie ich alle Schubladen durchsuche und mir ne Jacke anziehe, um dann laut fluchend zum Auto zu gehen, weil ich jetzt extra zur Tanke fahren muss, weil ich nicht vorgesorgt habe. Wenn ich davor stehe, fällt mir ein, dass der letzte Zug schon etwa 6 Jahre her ist und versinke vor Scham im Erdboden.

      Genau DAS macht diese überflüssige Sucht mit ihren Anhängern. Aber vermutlich liegt das daran, dass ich so eine schwache Persönlichkeit habe, 99 % der Raucher haben ja „alles im Griff“ 🙂

      Also nochmal: alles Gute für den Entzug, wenn er denn geplant ist. Die Angst, etwas aufzugeben, dieses befriedigende Gefühl, ist mehr als lächerlich, das verspreche ich Dir!

    193. SchnippSchnapp
      12. Juli 2010 at 11:19

      Lieber Nasenbär,

      zu Deinem Artikel wurde an anderer Stelle bereits alles gesagt:

      „Dann geht halt nicht aus. Zu Hause bleiben die Klamotten sauber und rein. Da muss man sie gar nicht mehr waschen.“

      Ist zugeleich auch total umweltfreundlich!

    194. Pingback: Whatever makes me happy. - Popcorn Paranoia

    195. Nick
      12. Juli 2010 at 18:16

      Vorschriften Vorschriften Vorschriften…

      Da sind die Deutschen Weltmeister!

    196. Micky
      18. Juli 2010 at 20:37

      Mich kotzt es schon an, wenn mich ein Raucher auf offener Straße anstinkt.
      Oder wenn ich im Biergarten neben einem sitzen muss und der Qualm zu mir rüberzieht.

      Und nach 20 Jahren sitzen sie (die Raucher) dann bei uns in der Strahlentherapie („ach hätte ich doch nie geraucht“) und lassen sich ihren BC (Bronchialkarzinom) bestrahlen. Für die meisten ist dann eh nald Schicht, wegen Metastasierung die dann auch nochmal bestrahlt werden muss. Bis zum bitteren, elend verreckenden Ende. Und das auf Kosten der gesundlebenden Versicherten.

      99% aller BC-Patienten haben geraucht, Leute! Ich fände es gut, wenn Rauchen grundätzlich verboten wird. Überall.

    197. 19. Juli 2010 at 00:21

      @Max: LoL – ich musste wirklich fast laut lachen, habs mir aber verkniffen, weil meine Freundin gerade nebenan schläft. Diesen Blogeintrag verteidigst Du jetzt ernsthaft oder?

      Du warst a) nicht betrunken und b) dein Ziel war auch nicht möglichst viele Kommentare ‚mal‘ auf einen Beitrag zu bekommen?

      Nein? Glaub ich eher nicht. Sonst wäre ich zwar auch nur enttäuscht (Stichwort: Polemik in Person) – ich würde Dich allerdings in Zukunft nicht mehr besonders ernst nehmen.

    198. 24. Juli 2010 at 07:10

      Die Nichtraucher-Fraktion erscheint mir z.Zt. leicht unentspannt, kann das sein? Aber mal ernsthaft, ich verstehe die persönlichen Abneigungen durchaus, aber in den diversen Beiträgen zum Raucher-Bashing erwähnt keiner von den Nichtrauchern die Tatsache, daß auch Raucher, vielleicht 3 Kippen am Tag genießen und 5 eigentlich überflüssig (also auch aus der Sicht des Rauchers) sind. Stichwort: Sucht.

    199. 26. Juli 2010 at 07:53

      Bierpinkler-Selbsthilfegruppe kämpft um Anerkennung

      Immer wieder beklagen Bierpinkler die bis zur Tätlichkeit reichende Untoleranz der Gesellschaft, wenn sie dem Drang anderen ins Bier zu pinkeln, nachkommen wollen oder müssen. Niemand respektiert die Tatsache, dass es beim Ausbleiben der Drangbeseitigung zu Aggressionssymptomen kommt. Bierpinkeln hat eine direkte Wirkung auf das Gerechtigkeitszentrum im Gehirn des Bierpissers und es werden eine Reihe physiologischer Reaktionen auslöst, in deren Verlauf die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe aktiviert wird. Nachdem ins Bier gepinkelt werden konnte, stellt sich das übliche Normalwohlbefinden ein, wie es von Rauchern berichtet wird, nachdem eine Tabakrauchinhalationseinheit die Entzugssymptome überlistet hat.

      Zuletzt wurden Versuchsbierbrunzer von Starkqualmern verprügelt und von der Polizei unsanft in Gewahrsam genommen, als sie einem Pinkelversuch beim Wirten starten wollten. Die Situation schreit nach Gleichberechtigung.
      Die Motivforschung steht erst am Anfang, aber es wurde mit hoher Signifikanz festgestellt, dass ausschließlich in das Bier von Starkqualmer gepinkelt wird. Daraus könnten Motive wie Neid, Wut oder Revanchegelüste abgeleitet werden.
      „Warum dürfen die einen die Luft anreichern und wir nicht das Bier aufmischen?“ fragten die frustrierten Bierbrunzer. „Schließlich ist Flüssigkeit (Wasser) genau so wichtig wie Luft (Sauerstoff) für den Menschen. Rien ne va plus, wenn es an einem von Beiden fehlt.“
      Mit Wut und Neid blicken nun die Bieraufmischer auf die Luftanreicher. Sicher, sie können nicht auf gleiche gesellschaftliche Toleranz pochen: Schließlich können die Raucher mit schwerer Körperverletzung aufwarten, mit der sie jährlich Millionen von Zwangsmitrauchern ins Jenseits befördern – ohne aber nicht vorher für ein unvergessliches Siechtum zu sorgen (in Deutschland sterben laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum jedes Jahr mindestens 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens und rund 140.000 Menschen an den Folgen des Nikotinkonsums).
      Und, die Raucher dürfen sogar für diese Lebensverkürzungsgarantie zahlen. Für manchen läppert sich so nach 500.000 Verbrennungsritualen ein kleines Einfamilienhaus zusammen. Nimmt man die statistisch ermittelten 20 Minuten Früherablebensrate pro Glimmstengel als Basis, dann darf der Starkqualmer (nachdem die Qualmerlunge 20 kg Rauchstaub und 70 Tassen Teer aufgenommen hat) zirka um 20 Jahre früher im Holzbett ewigruhen.
      Und die Qualmer haben auch eine Förderlobby. Selbstlos, für läppische hunderte Milliarden Euro stopfen sie jährlich mehr als 3 Billionen ausgedorrte Pflanzenreste in Papierhüllen und verteilen sie an Tabakrauchinhalierer. Damit diese jene zwischen die Mundlippen klemmen, um nach feuriger Aggregatszustandsumwandlung den Qualm unbeteiligten Lebewesen in die Nasen zu blasen.

      Dieses zahlen, stinken, leiden und sterben ist gut gehütete Tradition und jeder Anfall von Vernunft würde die Balance der Dummheit empfindlich stören. Aber die Hüter der Tradition – Tabakwuzzler, staatliche Säckelwarte, Trafikanten, Wirte aller Art, das Krankensystem, Sargnagler, Totengräber und die Suchtinhalierer halten erfolgreich das Gleichgewicht des Schreckens mit dem Persilschein für schwere Körperverletzung.

      Mit all dem kann der Urin im Bier nicht konkurrieren. Im Gegenteil: Im alternativmedizinischen Bereich wird dem (eigenen Morgen-) Urin Fähigkeiten zur Heilung verschiedener Krankheiten zugeschrieben. Durch Trinken, äußerliche Anwendung oder Injektion sollen Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis oder Cellulite und andere geheilt oder zumindest gelindert werden.

      Gerüchten zu Folge soll sich nun eine Selbsthilfegruppe bemühen, die menschenschädlichen Aspekte vom Harnbier zu erfassen. Vielleicht lassen sich Gesundheit gefährdende oder gar lebensgefährliche Wirkungen nachweisen. Dann sollen diese Unheil bringenden Wirkungen einer breiten Bevölkerungsschicht näher gebracht werden. Das Ziel wäre ein flächendeckender Aufdruck „Bierpinkeln ist tödlich“ auf allen Biergläsern. Damit könnte auch auf einträgliche Renditen für zukünftige Profiteure hingewiesen werden und eine Leidenssympathie der Qualmer erreicht werden. Eine neue Tradition könnte beginnen und alle Dämme würden brechen. Es wäre ein großer Schritt zur Gleichberechtigung mit den Tabakrauchinhalierern und somit zu Anerkennung und Toleranz in der Gesellschaft.

    200. 30. Juli 2010 at 14:16

      Ich möchte zu bedenken geben, dass grade zu später Stunde in Kneipen und Discos teilweise Gerüche vorherrschen gegen die Zigarettenqualm geradezu Rosenduft ist. Ich für meinen Teil finde Schweiß, Alkohol, überdosiertes Parfüm und Kotze riechen nicht wirklich besser, erst recht nicht in ihren diversen Kombinationen.
      Und ich habe schon jemanden vor einen Tresen scheißen sehen. Weiß aber nicht ob das ein Raucher oder Nichtraucher war…wollte auch nicht fragen.

    201. Haus33
      1. August 2010 at 20:02

      Liebe Säufer, ihr stinkt auch.

      Ob ihr nun in der Bahn neben uns, den letzten Schluck noch im Mund oder den ganze Waggon mit euren Ausdünstungen vernebelt. Jedes eurer gelallten Worte ist eine Wolke Fusel. Ihr seid aufdringlich und aggressiv. Unzurechnungsfähig im Beruf, gemeingefährlich im Straßenverkehr und als Eltern der Alptraum eines jeden Kindes.

      Und doch haben Kneipen nur einen Zweck: Eure Suche gesellschaftlich zu integrieren. Genießt dieses Privileg solange ihr noch könnt. Denn wenn die Saubermänner mit den Rauchern fertig sind, seid ihr an der Reihe. Dann unterscheidet euch von Junkies nur, dass deren Kotze nicht nach Sprit stinkt.

    202. 2. August 2010 at 12:05

      Boah, von den Flattr-Einnahmen kannste aber ne Menge Fluppen kaufen …

    203. frolueb
      3. August 2010 at 09:13

      Hm…

      „Liebe Raucher, ihr regt euch auf weil ihr in einem Restaurant zum Rauchen mal kurz raus müsst? Weil gegen euren Willen auch eure Luft besser wird, auch euer Essen besser schmeckt, auch ihr am nächsten morgen weniger Kopfschmerzen habt? Ihr regt euch auf, weil wir von euch genug Rücksichtnahme einfordern, um nicht mehr vollgequalmt zu werden?“

      Nein. Darüber reg ich mich nicht auf. Ich finde das sogar toll, das man in einem Speiselokal nicht raucht. Aber darum gehts ja gar nicht, die wenigsten Raucher finden diese Regelung schlecht.

      Aber warum (wie z.B. in Bayern nun) auch Shisha-Kneipen verbieten? Oder Eckkneipen, wo man eh nur zum Trinken und Rauchen hinging? Oder wieso man Kneipenwirten nicht einfach selbst überlassen kann, wie sie es regeln. Wegen mir mit der Auflage: in Speiselokalen kein Rauch. Ansonsten regelt es der Besitzer.

      Mit der Berliner Regelung kann ich als Gelegenheitsraucher gut leben. Mit der bayerischen nicht. Das sehen ich als Bevormundung. Und als mutwillige Zerstörung von Geschäftsmodellen.

    204. nanna
      13. August 2010 at 05:48

      Liebe Antiraucher,

      im Grunde genommen möchte ich nur kurz auf das Stinken der Raucher eingehen. Lasst am Besten auch das Saufen in Kneipen, denn auch danach stinkt ihr nach Alkohol, am nächsten Tag brummt der Kopf. Vielleicht lasst ihr es grundsätzlich in Kneipen zu gehen, wenn ihr mit solchen Nebenwirkungen nicht umgehen könnt!
      Viele von euch fahren danach noch Auto oder Fahrrad und gefährden damit nicht nur die Gesundheit ihrer Mitmenschen sondern ihr gesamtes Leben!!!

      MfG Nanna

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    206. grauemaus
      18. August 2010 at 21:33

      was habt ihr für Probleme Raucher stinken,bringen aber viele Steuerneinnahmen,erhalten Existenzen(Lotto Läden,Kneipen…die hart arbeiten müßen zum überleben das habt ihr kaput gemacht,Es lebe Harz 4 mal nach gedacht.Existenzen von Selbstständigen kaput gemacht.Nur weil jemand nach Rauch stinkt???Zum Glück stinkten keine Autoabgase,oder gibt es keine Autos mehr…..Mir stinkt es wie Vergewaltiger und Kindesmissbrauch immer so davon kommen,älteren Bürgern nicht geholfen wird….ich bin Raucher nutzt doch mal Eure wertvolle Zeit nicht fürs Stinken sondern für Gerechtigkeit .Ohne Raucher würdet Ihr alle mehr Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer zahlen dann stinken wir nicht mehr aber Euch stinkt es…

    207. 19. August 2010 at 13:48

      hui, so hab ich das ja vor 2jahren auch schon gesehen:

      http://www.buibui.de/?p=85

    208. ghore
      8. September 2010 at 16:42

      Ja, wie lustig!

      Für Nichtraucher stinken wir Raucher tatsächlich!

      Ich war mal in einer Disco, zweigeteilt, eine kleinere Fläche und die große Fläche.
      Dank dem Nichtraucherschutz wurde in der großen nicht mehr geraucht und… rate mal, nach was es dann roch.
      Schweiß! Und zwar vom Feinsten.
      Die Betreiber haben es wieder geändert.

      Hmmm, es geht doch immer um Geld, nicht wahr? Bei aller aufgesetzter Individualität geht es doch um Geld.
      Und da sage ich, gut, dass es Raucher gibt. Die bringen eine Menge ein, was auch der Grund für die politische Doppelmoral in Raucherfragen sein dürfte und sterben früher, belasten Renten-, Kranken- und Pflegekassen wesentlich weniger. Ja, dazu gibt es Statistiken, die eigentlich das Gegenteil beweisen sollten, was sie aber nicht getan haben.

      Ich verspreche, in Anwesenheit von Nichtrauchern nicht zu rauchen. Nicht schwer für mich, denn das habe ich immer so gehandhabt.

      Zufrieden?

      ghore

    209. Klaeren
      21. September 2010 at 04:23

      Rainald Grebe will auch was dazu sagen 🙂 http://www.youtube.com/watch?v=CA8v6_qEt4A&feature=related

    210. Simplicius
      8. November 2010 at 18:59

      Ich rauche nur weil wir in der 9. Schulklasse einen Ausflug zur Remtsma Zigarettenfabrik in Ahrensburg( Heute HELA) gemacht haben und dort jeder von uns 2 Schachteln Zigaretten geschenkt bekommen hat.
      Wenn das kein Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft ist….
      Seit dem Tag rauche ich. Wenn es jemanden gibt der für mich dagegen klagen würde wäre ich froh, ich muss nähmlich mein ganzes Hartz4 Geld für die Tabaksteuer ausgeben.
      Aber damit tue ich dann wenigstens Gutes und helfe mit die Arbeitsplätze, auch für Nichtraucher zu erhalten.
      Also, liebe Nichtraucher, ich rauche nicht freiwillig sondern weil ich als Jugendlicher vom Staat verführt wurde damit ich fleißig Steuern zahle auch wenn ich nicht arbeite. Deshalb freut euch über jeden Raucher, sonst könnte es sein, dass ihr morgen auf der Strasse sitzt und dann könnt ihr euch nichtmal ein Bier in einer Raucherkneipe leisten.

    211. 22. November 2010 at 19:13

      “ Natürlich die Bereiche schön abgetrennt.“

      Das wäre vom Nutzen her in etwa so sinnvoll, wie ein und dasselbe Schwimmbecken in einen Nicht-Pinkler und einen Pinkler-Bereich unterteilen zu wollen.

      „Und da sage ich, gut, dass es Raucher gibt. Die bringen eine Menge ein, “

      Das ist ja das Traurige daran: Der volkswirtschaftliche Schaden des Rauchens ist mit 40 Milliarden Euro viel höher als die Tabak-Steuereinnahmen (14 Milliarden Euro jährlich) .

      Gruss
      Martin O. Hamann

    212. Iseewiener
      14. Dezember 2010 at 07:03

      Arschverletzt viel?

    213. Pingback: Über das Rauchen | boschblog.de

    214. 9. Februar 2011 at 11:14

      Nunja, meinereiner lebt im radikal raucherfreien Bayern. Aber macht es wirklich einen Unterschied, ob Du nach einem Kneipenbesuch nach Rauch riechst oder aber nach altem Frittenfett oder kaltem Pizzaofen? Genau das habe ich erst letzte Woche erleben müssen… Aber es ist ja einfach, alles auf die Raucher abzuschieben.

      Wer rauchen will, der soll daheim bleiben in Bayern. Okay, dann ist das so. Aber der Umkehrschluss für Bundesländer, in denen Rauchen in Kneipen noch erlaubt ist, ist doch dann auch ganz einfach, wenn man mit gleichem Maß misst: wer nicht nach Rauch stinkt, der sollte Raucherkneipen meiden oder daheim bleiben…

    215. Max Winde
      9. Februar 2011 at 11:53

      @shultzie: kleiner Tipp: am besten nicht in Restaurant gehen, in denen mit altem Frittenfett gekocht wird. Nicht nur wegen des Geruchs der Kleidung.

    216. Pingback: Too much information » Lesezeichen

    217. Dislike
      16. Februar 2011 at 20:25

      Maul halten,wer bezahlt die meisten Steuern?Genau,die Raucher.Und es gibt genug Nichtraucher die auch hin und wieder eine runde unter der Dusche vertragen könnten (;

    218. elli
      18. Juni 2012 at 10:06

      Tja… ehemaliger Raucher sind die schlimmsten, sagt man ja… ich bin einer von ihnen. 🙂

      Ich finde den Text Klasse. Es stimmt tatsächlich, dass man als Raucher gar nicht merkt, wie man stinkt. Jetzt muss ich mich immer zusammenreissen, wenn ein Raucher mir beim Quatschen zu nahe kommt. Und um so schlimmer zu wissen, dass man selber auch mal so gestunken hat und andere auch aus Höflichkeit nix dazu gesagt haben.

      Das mit den Kopfschmerzen, nachdem man den Abend mit einem rauchenden Gegenüber verbracht hat, stimmt ebenfalls. Nur Raucher halten den Text für übertrieben. 🙂 Wacht mal auf!

    219. Dietmar Wendelin
      11. Juli 2012 at 11:01

      Ich rauche gern, muss den „Fakten“ jedoch größtenteils zustimmen, auch wenn dieser polemische Blog vor Häme strotzt und nur dazu dient, uns Rauchern eine lange Nase zu drehen.
      Schade, dass ihr Nichtraucher euch nur per Gesetzesverbot durchzusetzen vermochtet.

      Was kommt als Nächstes ? Bier, Wein und Discotheken erst ab 18?
      Frau Schröder hat sowas schon in petto.
      Was der Deutsche nicht vollständig unter seine Kontrolle bringt will er halt verboten haben.
      Wenn man sich unsere Gesellschaft aus der Ferne mal ansieht, finde ich es sehr erschreckend, wie stark die gesellschaftliche Toleranz oder Akzeptanz bzgl. Individualität und „Ausreißern“ geschrumpft ist.

      Es gibt ja auch genug andere nervtötende Blogger – man muss das Zeug nur nicht lesen 🙂
      Und selbst dann – ein Verbot wäre doch wirklich nicht angebracht.

    220. Max Winde
      11. Juli 2012 at 11:03

      @Dietmar: Artikel lesen, deinen Kommentar noch mal lesen, im Zweifelsfall den Artikel noch mal lesen, deinen Kommentar noch mal lesen. So lange wiederholen, bis es klick gemacht hat.

    221. Dietmar Wendelin
      11. Juli 2012 at 13:35

      Wahrscheinlich meinst du, dass mein Kommentar zwei Jahre nach deiner Veröffentlichung kommt -erwischt!
      Falls nicht, bitte ich um Aufklärung – denn dass du meinen Argumenten schon im Vornherein begegnet bist vermindert nicht deren Bedeutung.

      Als freiheitsliebender Bayer (quasi im besonderen Maße seiner „Freiheit“ beschnitten 🙂 ) habe ich mich mit der jetzigen Lösung dennoch schnell anfreunden können, da die Vorteile von rauchfreien Gaststätten klar überwiegen. Nur dass es dafür ein Verbot braucht halte ich für übertrieben.
      Hätte es einen wirtschaftlichen Anreiz gegeben, und damit meine ich Nichtraucherkaufkraft, wären Wirte und Veranstalter mit Sicherheit schon selbst drauf gekommen.

      Genauso typisch für unsere Zeit finde ich den durchaus feindlichen Unterton dieses Artikels oder die Tatsache, dass man als Raucher in die Asozial-Ecke gestellt wird.
      Jedoch hoffe ich, dass nicht der Eindruck ensteht, ich würde an dieser verlorenen Front weiterkämpfen.
      Es gibt wichtigere (politische) Themen heutzutage, die unser Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit mehr denn je gefährden.

    222. Max Winde
      11. Juli 2012 at 14:21

      @Dietmar: ich meine, dass es nicht darum geht irgendjemanden in seiner Freiheit zu beschneiden. Und es geht auch nicht darum, dass irgendjemand ausgegrenzt werden soll, oder dass wir in einem Nanystaat leben. Sondern, und es steht auch in der Überschrift, weil Rauchen und Raucher stinken. Wenn du es für deine Freiheit für notwendig hältst, andere mit deinem Geruch zu belästigen, dann ist das okay. Dann solltest du aber auch dafür eintreten, dass man in jedem Lokal auf den Tisch scheißen darf, weil dieses im Lokal nicht auf den Tisch scheißen dürfen ist ja nun mal wirklich total total gegen die Freiheit und nur damit zu erklären, dass wir in einer intolleranten Gesellschaft die keine freigeistigen auf-den-Tisch-Scheißer akzeptiert. Die einzige Freiheit um die Raucher kämpfen ist die Freiheit auf andere keine Rücksicht nehmen zu müssen. Und ja, das ist asozial.

    223. Pingback: Tabaksteuer: Und die Raucher merken es nicht - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum)

    224. Pingback: WMR55 – Here Be Jumping Sharks | Wir. Müssen Reden

    225. Uwe
      22. August 2016 at 15:17

      Da ich ein aktiver Raucher bin, aber ich als Freimaurer,
      die Rechte aller Menschen respektiere und auf deren
      Bedürfnisse eingehe und sie verstehe, schränke ich meine
      Rauchgewohnheit in so weit ein, dass ich alle Nichtraucher
      nie belästige. Wie sagt man so schön, wir Raucher leben
      gesünder, weil wir oft an der frischen Luft sind.
      Darüber hinaus tragen alle Raucher einen sehr großen
      Teil in den Staatssäckel bei was den Nichtrauchen nie
      gelingt. Sollten alle Raucher mit einem mal aufhören,
      dann müssten die Steuern erheblich erhöht werden.
      Auch darübersollte man mal nach denken.

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